Hallo zusammen!

Heute war ein wunderbarer Tag zum Schmieden: Es drängelte mich niemand, das Thermometer schwang sich optimal zu meinen Betriebstemperaturen ein, es ging ein nur sehr seichter Wind, der Himmel war bedeckt... Wahrscheinlich der beste Tag zum Schmieden in dem Monat, den die Dichter Heumond, Heuet, Heuert oder Heumonat nennen.

Herrlich!

Hab' mir also den Rasenmäher geschnappt, Rasen gemäht und dann ging's in die Peripherie, um tonnenweise Unkraut zu zupfen.

Naja.

Ich hab's mir aber nicht nehmen lassen, mich nach der Tortour ein wenig in den Schuppen zu verzapfen: Das Anfertigen von Designstudien war angesagt!

Es gibt da eine nette Dame in der Schweiz, die mich damit beauftragte, ihr ein Trollkreuz zu schmieden. Dieses Trollkreuz soll dann an einer Kette, an einem Band oder an einer Lederschnur um den Hals getragen werden.

Nun kenne ich ja die Maße für meine Trollkreuze in 6mm Rund- oder Vierkantstahl. Und ich weiß auch, wie groß die Dinger dann werden. Aber so ein Ding hängt sich niemand um den Hals. Das führte unweigerlich zu einer Fehlhaltung im Bereich der oberen Brustkyphose bis zur Halslordose, also etwa von Th8 bis C2. Das gilt es unbedingt zu vermeiden.

Die folgenden Bilder stellen einen Anfang dar, wie ich mich an passende Proportionen herantaste. Und ich muss mich bei jedem Auftrag an Proportionen herantasten. Hab's ja nicht gelernt. Ist halt so.

Ich begann mit einem Nagel 100x4mm und stellte fest, dass er mächtig zu kurz ist. Ein Stück Schweißdraht in 160x3mm war da schon wesentlich gefälliger, wenn auch immer noch zu kurz. Als Innendurchmesser denke ich, mit 25mm ein optisch gut passendes Maß gefunden zu haben.

Ich habe mir 4mm Rundstahl bestellt und denke, mit 180...190mm Länge gut hin zu kommen. Wenn das Trollkreuz fertig ist, soll es etwa 30mm breit und 50mm hoch sein.

 

 

So ein Trollkreuz erfüllt schon seinen Zweck! Schon die Wikinger (oder waren's doch die Kelten? Naja, jedenfalls die Jungs und Mädels irgendwo da oben im alten Skandinavien) wussten, dass Trolle kein Eisen mögen und sich die Wirkung des Eisens noch verstärkt, wenn es gekreuzt wird. Es funktioniert aber nur Eisen! Kein Gold, kein Platin, kein Aluminium... nur Eisen! Nein, auch kein Kupfer! Nur und ausschließlich Eisen.

Was kaum jemand weiß: Trolle dürfen nicht ans Sonnenlicht, sonst werden sie zu Stein. Begegnet man aber in der Dämmerung oder gar im Dunklen einem Troll, so soll man ihm (zack!) das Trollkreuz vor die Nase halten. Wenn der dann aus Neugierde und Spieltrieb seinen Finger oben durch steckt, wird er durch die gekreuzten Schenkel aus Eisen ebenso zu Stein werden.

Diese Trollkreuze werden als Halsschmuck getragen, über Türen angebracht oder an Balken von Ställen, um Vieh, Stroh und Heu vor Trollen zu schützen.

Die Bilder unten, nur noch mal zur vorsichtigen Erinnerung, dienen allein dazu, um einen beispielhaften Prozess zu zeigen, wie ich mich an Proportionen herantaste - so ein Trollkreuz wird's von mir hoffentlich nicht geben!

Zwischendurch könnt Ihr ja noch mal bei Youtube und Instagram schnuppern gehen (wer mag und wer es noch nicht kennt!): http://youtube.kleinschmiede.com https://instagram.com/kleinschmiede/

Vielen Dank für Eure Zeit, genießt das Wochenende und bleibt einfach besser als ich!

Trollige Grüße aus dem Schuppen
Michael

Hallo zusammen!

Ich melde mich mit zwei kleinen Projektchen zurück: Räder-Arrangement an der Feldschmiede und Umbau des Gestells der Gesenkplatte.

Hier zum Gestell der Gesenkplatte:
So eine Gesenkplatte ist ein tolles Kombi-Werkzeug für Schmiede: Jede Menge runde und eckige Löcher darin und jede Menge Formen an der Außenseite.

Bei dem Gestell, so wie ich es zunächst gebaut habe, liegt die Platte mit ihren 55kg satt und sicher auf. An die Bügel an den Seiten kann ich zwischendurch auch mal eine Zange hängen. So weit, so gut.

Wie kann ich aber die Formen an den Seiten nutzen? Dazu muss die Platte auf eine ihrer Kanten gestellt werden. Zwar ist die Platte schwer genug, dass sie einigermaßen stabil steht... aber so richtig sexy ist das nicht: Lass' die doch mal vom Gestell runter plumpsen! Außerdem ist der ganze Kram dann doch ziemlich hoch. Ich könnte sie auch auf den Boden stellen. Stimmt. Da kann sie dann "nur noch" umkippen, steht dann aber auch ziemlich niedrig. Ist also auch nicht so toll.

Eine andere Lösung musste her: Schienen!

Ich hatte hier noch ein paar Reste aus dem Bau des Gestells liegen. Einen genauen Plan gab es nicht. Und so habe ich meine Nachbarn zwei Nachmittage mit dem Winkelschleifer genervt, der Lichtbogen aus meinem Chinesen muss noch aus den Weiten des Weltraums sichtbar gewesen sein...

 

 

Aber: Es ist vollbracht! Die Platte sitzt gut zwischen den Winkeln, wackelt nicht, klemmt aber auch nicht.

Fürchterliche Handybilder gibt's hier wieder zum Ende.

Schaut zwischendurch vielleicht mal bei Instagram vorbei https://www.instagram.com/kleinschmiede/ oder auf Youtube http://youtube.kleinschmiede.com - viel Spaß dabei!

Vielen Dank für Eure Zeit, genießt das Wochenende und bleibt einfach besser als ich!

Liebe Grüße aus dem Schuppen
Michael

Hallo zusammen!

Ich melde mich mit zwei kleinen Projektchen zurück: Räder-Arrangement an der Feldschmiede und Umbau des Gestells der Gesenkplatte.

Hier zur Feldschmiede:

Kennt Ihr das, wenn Ihr Euren Einkaufswagen im Supermarkt mal wieder hoffnungslos mit Bierkisten überladen habt und nun versucht, mit dieser Fuhre sicher, zügig und elegant durch den Kontor zu manövrieren?

Ganz anders das Verhalten der Schwerlasttransporter im Baumarkt des Vertrauens. Klar: Hier haben die Dumper ja auch nur auf einer Achse lenkbare Räder!

Nun hat meine Feldschmiede mit ihrer gusseisernen Esse und dem Gebläse ein Eigengewicht von gut 100kg. Hinzu kommt die Beladung aus Hämmern, Zangen und weiterem Krimskrams. So 130...140kg darf die Fuhre schon haben. Und mit dem Fahrverhalten eines übelst überladenen Supermarkt-Wagens durch die enge Schuppentür, den schmalen Weg entlang und um Ecken herum bis unters Carport (und nachher wieder zurück!) gestaltet sich das Ganze immer als kleine bis mittelschwere Gedulds- und Belastungsprobe.

Das nervt.

Anlass genug, um eine wichtige Änderung an meiner Feldschmiede vorzunehmen: Lenkbare Rollen runter und starre Bockrollen dran!

Die Aufnahme der Rollen bietet eine rechteckige Fläche. Im Nachhinein hätte ich nach Rollen mit quadratischer Aufnahme suchen sollen. Vorher irgendwann mal. Aber: "Et iss sich am Entwickelen!" Die lenkbaren Rollen konnte ich super quer unter die Traverse schrauben. Das klappt aber bei den starren Rollen leider nicht, weil ich sie dann quer zur Rollrichtung über den Boden hätte schleifen müssen. Ob das wirklich eine Erleichterung gewesen wäre?

Dummerweise (naja, eher logisch und systembedingt) bauen die starren Rollen genauso hoch, wie die lenkbaren. Damit war aber auch der Gedanke zu einer Adapterplatte dahin. Dann dachte ich mir, dass es doch egal sei, wo nun lenkbare und starre Rollen seien - und so dachte ich mir, die Traversen so zu lassen, wie sie augenblicklich waren. Dann hätte ich meinetwegen rechts die lenkbaren und links die starren Rollen gehabt. Aber das ganze Ding dann im Krabbengang vom Schuppen unters Carport ziehen? Außerdem wäre dann die Spurweite zu breit geworden und ich wäre wieder ständig vom Weg abgekommen und im Graben gelandet.

Erst wollte ich ein Stück aus der Traverse heraustrennen, um ein für die Rollen komplett passendes Stück wieder hinein zu setzen. Da aber über der Traverse Teile des Rahmens laufen, hätte ich den ebenfalls durchtrennen müssen, um die Traverse wieder schweißen zu können.
Außerdem wäre die Achsvermessung unnötig schwerer geworden. So entschloss ich mich dann dazu, nur ein passendes Stück dranzuferkeln.

 

 

Da ich die Feldschmiede nicht kopfüber auf die Ständerbohrmaschine wuppen kann, musste ich die Löcher freihand bohren. Für ein M8-Gewinde mit einem 6,8mm Bohrer. Auch das Gewindeschneiden musste ich von Hand machen. OK: So sehr ungewöhnlich ist das nicht! Aber ich habe gerne den Gewindeschneider in der Ständerbohrmaschine, um für die ersten Schnitte das Bohrfutter mit der Hand zu drehen, um dann zumindest einen geraden Anfang zu haben. Ab da geht's eh per Hand weiter.

Aber man sieht, dass es auch so geklappt hat. Die erste "Probefahrt" war mir dann auch Belohnung genug.

Gleich kommt noch der Bericht zum Gesenkplatten-Gestell - taucht dann über diesem hier auf...

Schaut derweil vielleicht mal bei Instagram vorbei https://www.instagram.com/kleinschmiede/ oder auf Youtube (Hu! Da muss ich auch mal wieder was machen!) http://youtube.kleinschmiede.com - viel Spaß dabei!

Liebe Grüße aus dem Schuppen

Michael

Hallo zusammen!

Hier zeige ich Euch Bilder einer kleinen Säge- und Schweißarbeit mit dem Ziel eines Herzchens aus Hufeisen.

Nun eignen sich hierfür gebrauchte Hufeisen nur bedingt und auch nur dann, wenn sie vom gleichen Pferd stammen. So war dann die Entscheidung zu neuen Hufeisen schnell gefällt, zumal sie wesentlich(!) günstiger sind, als gebrauchte Hufeisen in diversen Shops angeboten werden.

Hufeisen gibt es aus verschiedenen Materialien. Üblich ist einfacher Baustahl, im Rennsport wird gerne Aluminium verwendet, es geht über High-Tech-Legierungen bis hin zu Kunststoffen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen - mal etwas rundlicher, mal etwas schlanker.

Die letzten Anpassungen führt der Hufbeschlagschmied vor Ort und auf dem Amboss durch. Damit die Eisen lange halten, den Huf vor Ausbrechungen schützen und damit sich die Tiere im Gang die Eisen nicht selbst abtreten, gibt es vorn an den Eisen hochgezogene "Kappen". Meist sitzt eine Kappe für Eisen der Vorderachse in der Mitte, Eisen der Hinterachse haben meist zwei Kappen.

Craig Trnka zeigt hier die Herstellung eines einfachen Hufeisens: https://www.youtube.com/watch?v=fDcLHAE94-E Na, der fackelt auch nicht lange und hat einen ordentlichen Zug drauf... Hossa.

Bei der Vorauswahl geeigneter Eisen hat mich der "Hufeisen-Dealer meines Vertrauens" (https://hufeisen-jackschina.de) perfekt unterstützt: Schön groß und schön schlank sollten sie sein. Eine kleine Bitte: Solltet Ihr dort für Euch Eisen bestellen wollen... denkt bitte an seine Lagerhaltung: In der Regel sind 12 Eisen in einem Karton - und ein Karton neuer Eisen von ihm ist oft günstiger, als ein altes, abgewetztes Ding vom Online-Auktionshaus.

Wir haben also verschiedene Hufeisen ausprobiert und auf dem Tisch hin und her geschoben, um einerseits den Charakter des Hufeisens beibehalten zu können, andererseits nicht zu sehr an eine Brezel zu erinnern und trotzdem ein Herzchen entstehen zu lassen.

Dann wurde gesägt, gefeilt und geschweißt. Und wieder gefeilt und geschweißt und nochmals gefeilt. Ich meine, dass ich hier und dort noch etwas geschweißt habe, was danach wieder runtergefeilt werden musste.

 

 

Als dann soweit alles passte, gab es noch das Finish. Dazu wird Leinöl mit einem alten Lappen auf den erwärmten Stahl gerieben, wie man es schon im Mittelalter gemacht hat. Immer wieder erwärmen, einreiben, erwärmen, einreiben. So ein Kartuschenbrenner reicht da aber nicht aus, um die Wärme zu erreichen und zu halten - da muss schon was massiveres her... Beim Einreiben muss es ordentlich qualmen und stinken, sonst wird das nichts! Und das Reiben ist wichtig - Eintunken klappt nicht so gut. Mit der Zeit wird die Oberfläche dann immer dunkler.
Die Oberfläche fühlt sich toll an, klebt nicht und schützt vor Korrosion. Und in ein paar Tagen riecht es auch nicht mehr nach Leinöl.

Hier noch mal kurz, wie ich meine Herzchen sonst aus einem Stück Vierkantstahl mache: https://youtu.be/ifzWJ3VQUCQ Zum Schluss seht Ihr da auch die Behandlung mit Leinöl.

Naja, im Schuppen wird's noch einige Tage nach Leinöl stinken: hab geschlabbert. Nicht zu wenig... Und so konnte ich meine Werkbank, diverse Werkzeuge, meinen Schleifbock und ein "Konvolut aus irgendwas" vom Leinöl säubern. Das dauerte dann auch noch mal ein Bierchen oder zwei... Die Tischplatte hat dann noch ein paar Schlucke Leinöl zusätzlich bekommen, damit sie schön gleichmäßig fürchterlich aussieht. Steht ihr aber eigentlich doch ganz gut, das will ich zugeben. Ich überlege gerade, ob ich da nicht noch mal mit Leinölfirnis drüber gehen soll... ist wahrscheinlich keine schlechte Idee...

Habt ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße, Euer

Michael
der Kleinschmied von der Kleinschmiede

Hallo noch mal!

Ein besonderes Highlight ist für mich natürlich dieses Stück hier, daher gibt's dafür auch einen eigenen Beitrag.

Der Amboss wird von einem Künstler aus Bronze gefertigt und wird mit den Jahren eine herrliche Patina entwickeln.

Den Hammer "Günni" kennt Ihr schon aus meinem Video zum guten Stiel https://youtu.be/i1U7J54eL-E.

 

 

Der andere Hammer ist "The Beast" von Brent Bailey, der auch einen tollen Youtube-Kanal hat: Brent fackelt nicht lange, haut mächtig zu und der Sound passt auch. Dabei kommen tolle Produkte raus - also wer Interesse hat, sollte da auch mal rein schauen - es lohnt sich:

https://www.youtube.com/channel/UCmJ3R3FIdB247BBCNWqVkPQ/videos

Liebe Grüße, Euer

Michael
der Kleinschmied von der Kleinschmiede

Hallo zusammen!
 
Ich war Euch ja noch die Bilder der Gürtelschnallen schuldig, die Paps ("Günni") in seinem Keller macht.
 
Der Gurt selbst ist 4mm stark und passt mit 40mm super durch die Schlaufen an der Jeans.
 
Hier nun einige Beispiele davon - viel Spaß!
 
 
 
 
Liebe Grüße, Euer
 
Michael
der Kleinschmied von der Kleinschmiede

Hallo zusammen!

Was eigentlich nur das Intro zum Kohlevideo werden sollte, ist dann doch mal wieder ein wenig in Blödelei ausgeartet - wie denn auch sonst. Bin halt ein Spielkind, seht es mir nach.

Mein Schuppen ist Corona-konform: Es geht alles nur noch hochkant und übereinander, eine 2. Person ist nur unter maximal-erschwerten Bedingungen möglich, um an etwas heranzureichen muss erst was anderes beiseite geschafft werden:

Schuppen-Tetris.

Ich habe mir säckeweise unterschiedliche Kohle beschafft, in den Schuppen gestopft, tippe am Text rum und habe mich ein wenig mit Davinci Resolve beschäftigt. Vielleicht ein wenig zu sehr, denn so kam ich dann vom Hölzchen übers Stöckchen... Tja, und da hab' ich mir den Magix Music Maker beschafft. Das musste dann sein. Hab' ja sonst nichts zu tun. Nun fliegt hier auch noch so ein abgebrochenes Klavier rum...

Allein aus dem sich "völlig selbsterklärenden" Music Maker auch nur einen (einen!) Ton herauszubekommen (ich muss da immer was umstellen...), das Instrument zu wechseln oder den fabrizierten Käse abzuspeichern... in einer Länge, wie man es dann auch braucht... und dann noch in einem Format, das Davinci Resolve versteht...

Boah.

Und während der Music Maker läuft, kommt aus den Lautsprechern nichts anderes mehr raus (hab' ja vorher auch was umgestellt...). Wenn ich also mit Probieren alleine nicht weiter kam und Hilfe bei Youtube suchte... na, dann musste ich den Music Maker halt zwischenzeitlich schließen. Irgendwas passt da noch nicht ganz. Bin gespannt wie lange es diesmal dauert, bis der Groschen fällt. Kann auch ein Pflasterstein werden. Oder auch nur ein Beil. Ein Fallbeil vielleicht.

So blieb es dann auch bei nur vier Tönen. Später kamen hinten noch zwei hinzu oder wurden ausgetauscht oder... ach, ich weiß es doch auch nicht mehr... wer rechnet denn schon damit, dass an so einem Klavierfragment so viele Ventile hängen?

(gedehntes "Boah")

Wer in der Abfolge der Töne zufällig Ähnlichkeiten entdecken sollte...

 

 

Naja. Hab' mich halt ein wenig inspirieren lassen. Die Muse hat sich auf mich gesetzt. Oder wie auch immer.

In den nächsten Tagen werkele ich also weiter an meinem Kohle-Video. Es wird interessant, es wird bestimmt nicht alles richtig sein, aber es dauert noch ein Weilchen, denn auch das scheint mal wieder ein wenig auszuufern. Hin und wieder will ja auch alles noch mal umgeworfen und neu gemacht werden, um den dann jeweils neuesten Erkenntnissen zu entsprechen. Blöd ist, wenn dann irgendwelche Reihenfolgen nicht mehr passen... Schwupps! Neu.

Und die Fotos von den Gürtelschnallen aus dem letzten Beitrag bin ich Euch ja auch noch schuldig! (... und den Kerzenhalter für Daniel Moss muss ich ja auch noch machen, eine Kleinigkeit hier, eine größere Kleinigkeit dort...)

Habt in der Zwischenzeit ein wenig Spaß am Intro, bleibt mir gewogen und bleibt einfach besser als ich!

Liebe Grüße, Euer

Michael
der Kleinschmied von der Kleinschmiede

Hallo zusammen!

Hier folgen nun Bilder aus Paps Keller:

Es wird Leder geschnitten, gestochen, geprägt, geformt, gepresst, vernäht, eingefärbt und poliert. Jeder Buchstabe wird einzeln gesetzt.

Alles in Handarbeit. Bei einem Fehler wird neu begonnen.

Die Edelstahlbleche mit den eingeschweißten Dornen und Bügeln weichen immer ein wenig voneinander ab, sodass jedes Stück Leder einzeln angepasst werden muss.

 

 

Bilder von den fertigen Schnallen folgen später.

Bleibt mir gewogen, bleibt einfach besser als ich und genießt den Sonntag!

Herzliche Grüße, Euer

Michael

Hallo zusammen!

Weiter geht's im Text: Heute durfte ich mich ab Schleifbock austoben.

Die groben Schweißkleckse sind weg, was auf der anderen Seite noch nach unten durchgelaufen ist, habe ich mit einer Feile weggeschrubbelt. Kanten und Ecken sind gebrochen.

Das Päckchen ist hübsch gepackt und geht morgen auf Reisen in die Landeshauptstadt.

Dort legt Paps dann los. Hihihi - das wird was! Aber es sind noch Stunden der Arbeit - und es tut mächtig an den Pfoten weh! Tauschen möchte ich da nicht unbedingt...

Aber was es wird, das... na, das zeige ich dann später, wenn das Päckchen wieder hier ist.

 

 

Ein "Kartenspiel für Ritter" wird's jedenfalls nicht, soviel kann ich verraten.

Bleibt mir gewogen, bleibt einfach besser als ich und genießt das Wochenende!

Herzliche Grüße aus dem Schuppen, Euer

Michael

Hallo zusammen!

Meine Güte: Ist das lange her, dass ich mal wieder Männerarbeit machen konnte!

Heute konnte ich mich zumindest für ein Stündchen (oder zwei) verzapfen.

Schweißen war heute, schleifen ist für morgen angesetzt.

Hier das, was ich geschweißt habe, morgen (hoffe ich!) das, was ich noch schleifen muss:

 

 

Was am Ende dabei raus kommt, das... ja das zeige ich noch etwas später!

Bleibt mir gewogen, bleibt einfahch besser als ich und genießt den Feierabend!

Herzliche Grüße aus dem Schuppen

Michael

Hallo zusammen!

Diesmal nur ganz kurz: Habe mal wieder Steakwender gemacht.

Die Dinger sind so schnell vergriffen, dass ich noch nicht mal selbst einen eigenen habe. Das ist tatsächlich so.

Und auch dieser hier geht in andere (bekannte) Hände.

Geschmiedet aus 6mm Vierkant, nicht rostfrei(!). Oben gibt's einen schönen Winkel (den kennt Ihr schon vom Herzchen), zum Ende wird's spitz! Die Kanten sind gebrochen, auf der langen Bahn habe ich noch ein paar Tordierungen eingebaut - mal links, mal rechts rum. Sieht ganz spannend aus!

---

Ich bin auf meinen Steakwender angesprochen worden, wie groß denn so ein Ding sei... und wie schwer?

Naja, so riesig ist er nicht, hat halt eine schöne Gebrauchsgröße und liegt gut in der Hand.

Hab's aber auch richtig nachgemessen:

- Gewicht ca. 130 Gramm
- Länge über alles: ca. 370 Millimeter

Zum Vergleich:

Der Zollstock (jaja: "der Gliedermaßstab!") aus meinem Video zum Hammerstiel (Ihr wisst schon: Ausrichtung der Fasern/Jahresringe, Anpassung an die Hand etc. (und: Günni!): https://youtu.be/i1U7J54eL-E ) wiegt 118 Gramm - also nicht viel weniger.

---

 

 

Der Stahl ist mit Bienenwachs vor Rost geschütz, der Handgriff ist gebohrt, gesenkt, geschliffen, gelasert und mit Leinölfirnis behandelt. Auf der Rückseite steht der Name des Glücklichen. Den zeige ich hier aber nicht: Datenschutz! Und ich finde, das gehört sich auch so.

Dem Empfänger wünsche ich jedenfalls schon jetzt (das Leinöl muss noch zwei oder drei Tage trocknen!) viel Spaß damit und einen guten Start in die Bratwurst- und Steak-Saison!

Haltet noch eine Weile durch: das Wochenende kommt bestimmt!

Bis dahin: Viele Grüße und bleibt einfach besser als ich!

Euer

Michael

Hallo zusammen!

Es ist mal wieder ein heilloses Duchcheinander in meinem Beitrag, aber Ihr bekommt das schon auseinander gedröselt.

Grad' ist's spannend:

Ich warte auf den 60. Abonnenten für meinen Youtube-Kanal, doch seit Tagen klebt die Zahl bei 59 fest, gleichzeitig hat mein #coathanger2020 Video den 500. Aufrufer gezählt.Das Warmmeißel-Video nimmt derzeit mächtig Schwung auf und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Herzchen-Video.

Hier: https://www.youtube.com/channel/UC9BbvX9b-VOTaw0Z1RJAwuA

Irre.

Und das alles für so einen kleinen Kanal... Lieber Betrachter: Solltest Du hier mitlesen...

DANKEDANKEDANKE!!!

Hihi.

Es kam ein kleiner Auftrag rein: Zwei Bäumchen aus Hufeisen machen.

Gerne doch!

Ein paar Bilder (wirklich fürchterliche Bilder vom Handy... - bitte entschuldigt!) dazu findet Ihr unten. Auch diese Idee ist nicht von mir, gerade Hufbeschlagschmiede werden diese Bäumchen kennen und sicher schon den einen oder anderen gemacht haben.

Das Auto ist beladen, morgen kann geliefert werden: „Abgezapft und original verkorkt von Pahlgruber & Söhne“ (entschuldigt, ich bin ein großer Fan von Loriot!)

Aber auch mit Dans Kerzenhalter #14thcenturycandleholderchallenge ging es am vergangenen Wochenende weiter. Hier noch mal sein Aufruf: https://www.youtube.com/watch?v=yCULLHooUXA

 

 

Naja, ich bin nicht unbedingt sehr viel weiter gekommen, aber ich bin auf neue Herausforderungen gestoßen, die gelöst und beachtet werden wollen. Aber Daniel will ja gerne über Fortschritte informiert werden. Hier also, lieber Dan, meine neuesten Misserfolge:

Diesmal ist mir der Kerzenhalter beim Einkerben auseinander gerissen. Das ist die Stelle, an der Umgeschlagen und verschweißt werden soll.

Das Material war zu kalt und somit ist das allein mein Fehler. Culpa mea. Blöd halt.

Eigentlich... ja, eigentlich war ich gar nicht mal soooo schlecht dabei: Das Absetzen ging in erster Wärme recht flott von der Hand, das Ausrecken konnte ich auch noch gut beginnen. Es gehört ein ordentlicher Stapel Taktik dazu: Wo beginne ich mit dem Erwärmen, welche Arbeiten führe ich zunächst aus? Das Erwärmen klaut immer sehr viel Zeit...

Ich war aber ein wenig überrascht, als ich das Zentimetermaß daneben legte: Von der Unterkante der Tülle bis zur Spitze sollen es 210mm werden??

Und das Material dazu ist nur da zu bekommen, wo angespitzt und rund geschmiedet werden soll. Also unten an der Spitze und oben unter der Tülle für die Kerze. Hossa.

Dann aber... Naja: Es wird ja verlangt, dass unter der Tülle für die Kerze rund und spitz geschmiedet wird, sodass ein schöner Übergang von der Tülle zum Vierkant entsteht. Dabei hat sich aber meine Tülle verdreht. Die Tülle selbst ist nicht das Problem! Das Problem ist eher, sie passend zum Vierkant laufen zu lassen. Denn sie bestimmt, wo der Meißel angesetzt werden muss, um umzubiegen und verschweißen zu können.

OK. Das alles sind gesammelte Gedanken für den nächsten Versuch - ich hoffe nur, dass ich mich beim nächsten Mal auch daran erinnere!

Gerade erst habe ich einen 8mm-Vierkantstahl gefunden und habe mir ein Stück davon abgelängt. Er soll mir beim nächsten Versuch als Maß dienen, den Stahl auf 8x8mm runter zu schmieden.

Noch so ein Ding am Rande: Wenn man nun den Stahl versucht, von 25x6 auf 8x8mm zu schmieden... Wenn nun aber statt des gewünschten Vierecks etwas entsteht, was im Querschnitt eher an sowas wie ein Parallelogramm oder an einen Rhombus erinnert... Wie bekommt man so ein Ding wieder winklig?

Fragen über Fragen...

Ich befürchte, gleich ein paar Probleme mit der Ausrichtung der Bilder zu bekommen - aber auch das bekomme ich noch hin!

Also: Bleibt gesund, bleibt mir gewogen und bleibt einfach besser als ich!

Herzliche Grüße, Euer

Michael

Hallo zusammen!

Diesmal gibt's nur ein wirklich kleines, klitzekleines Miniprojektchen: Schlüsselhaken aus Hufnägeln!

Habe dazu auch ein Video gemacht. Wer mag, kann gerne mal reinschauen: https://youtu.be/dyKWzsZszV4

Ich glaube, dass jeder, der schon mal geschmiedet hat, auch solche Haken gemacht hat.

Zeit, Corona und das Unwetter Tristan ließen halt nicht mehr zu...

 

 

Ich freu' mich jedenfalls auf Euch, bleibt einfach besser als ich und habt viel Spaß beim Video!

Viele Grüße

Michael

OK. Montag ist echt nicht der Tag zum Schmieden. Hab's aber trotzdem versucht, die Nachbarschaft mag's vernommen haben...

Die Feldschmiede rollt wunderbar auf ihren neuen Rädern, das neue Gebläse püstert, als gäb's kein Morgen. Hihi.

Habe mich an der Kerzenhalter-Challenge versucht.

Puh, was habe ich mir da angetan?

Unten im Bild seht Ihr zwei Versuche von mir, dazwischen das Ausgangsmaterial. Ist schon irre, wie viel Material in so einem kleinen Stück steckt, oder?

Bei beiden Stücken habe ich schon 25 Minuten verschlönzt (eigentlich soll's ja nach 20 Minuten fertig sein!), doch das Ausbreiten oben hat mich zu sehr geärgert. Bin bei beiden Stücken an der gleichen Stelle zu dünn geworden, wo mir dann auch gleich was rausgebrochen ist.

Mist. Eigentlich sollten das doch die Tüllen für die Kerzen werden...

Naja. 25 Minuten...

Es fehlt noch das Biegen der Tülle, das Zusammenklappen und Verschweißen, das Anspitzen des neuen Endes und das Absetzen der Tülle von der Spitze oben.

Boah.

Ihr seht: Es ist noch deutlich Potenzial nach oben zu gewinnen!

Bin mal gespannt, ob ich das hinkriege - vor kommendem Samstag wird das aber nichts.

Also: Habt eine gute Woche und bleibt einfach besser als ich!

Viele Grüße

Michael

Hallo zusammen!

Ich will's eigentlich noch gar nicht soooo sehr an die große Glocke hängen...

... aber es scheint ein neues Projektchen zu geben, an dem ich mich eventuell... gerne... beteiligen... wollen... würde:

 

 

--> The 14th century candlestick holder <--

 

 

Hihi.

Also geht's um einen Kerzenhalter im feinsten Mittelalter-Stil. "Medieval-Style" für die jüngeren unter uns. Naja. Knapp danach zumindest. So zwei oder drei Menschenleben.

Daniel Moss ruft dazu auf, hier ist der Link auf Youtube dazu:

 

 

Dan ist echt klasse: Für mich ist er tatsächlich einer derjenigen gewesen, der mir mit den letzen Schubser dazu gegeben hat, endlich selbst mit dem Schmieden anzufangen. Kein Quatsch! Das ist bei mir nun ein paar Jahre her, Dans frühere Videos sind noch ein paar Jahre älter. Wer mag, möchte bitte gerne in seinen Kanal schauen und (wenn's gefällt!) Dan ein Abo da lassen. Das wäre mir ein kleines Anliegen.

Naja.

Jedenfalls soll jetzt ein Kerzenhalter geschmiedet werden, die Unterlagen dazu habe ich von Dan bereits erhalten.

Die Problematik dabei ist:

Das ganze Ding soll innerhalb von 20 Minuten fertig sein. Das ist die Aufgabe, das ist die Challenge: 20 Minuten!

Ob das was für Günni ist? Immerhin soll von 25x6 hochkant auf 8x8 viereckig runtergeschmiedet und ausgereckt werden. Das ist schon sportlich!

Puh...

Günni? Och, den Günni kennt Ihr doch...

Etwa nicht? Hier gibt's Günni:

 

 

 

Oder ist Günni zu dick? Ich will ja runterschmieden und ausrecken - und nicht nur das Blech freundlich in der Mitte falten. Nochmal: von 25x6 auf 8x8!

Material ist jedenfalls bestellt. 25x6mm in 1.000 Länge. Und weil ich bestimmt lecker üben muss, gleich drei Stück davon. Dann kann ich mindestens 29x üben, bevor es dann 1x klappen muss.

So soll es jedenfalls werden:

 

 

Es werden also einige Kerzenhalter aus der Überei übrig bleiben, die ich nicht in 20 Minuten fertig bekommen werde.

Dafür fällt mir bestimmt noch was Hübsches ein. Oder Euch. Oder wem auch immer.

Ich werde jedenfalls berichten, wie es hier weiter geht.

20 Minuten.

20 Minuten lang? 20 Minuten kurz? Das kann man nun so oder so sehen. Hart wird's immerhin, da bin ich mir sicher.

Bis dahin gehen aber wohl noch einige Kerzenhalter durchs Feuer.

 

Bleibt einfach besser als ich!

 

Bis denn dann, Euer

 

Michael

Hallo zusammen!

Die Haken für die Verkabelung an der Feldschmiede sind schon verbraten und überlackiert. Die Kabel sind gezogen, der Motor ist angeschlossen und die Feldschmiede ist wieder ready to go und püstert, als gäb's kein Morgen!

 

Eine neue Mitarbeiterin ist eingezogen: Eine Gesenkplatte aus der Amboss-Schmiede Ernst Refflinghaus in Ennepetal!

60kg soll die Gute haben, aber (neugierig, wie ich bin) möchte ich sie gerne noch mal wiegen. Nur gut, dass da so viele Löcher drin sind, sonst wäre sie echt schwer...

Und wann hat man schon mal die Möglichkeit, eine Mitarbeiterin auf die Waage zu stellen?

Nun gehts darum, einen Rahmen zu fertigen. Das Material dazu besteht aus 8mm 50x50 L-Profilen von Huisgen, Krefeld. Perfekt abgelängt und mit perfekten Winkeln kam es hier an.

Dann ging's um die erste Anprobe, Heften, Richten und um die ersten Schweißnähte.

 

 

Tja. Und dann war die Gaspulle leer...

Ich bin ja absolut begeistert von dem WIG-Schweißgerät: Im nächsten Beitrag zeige ich Euch einen Winkel aus dem Stahl, wo man sieht, dass ich da wunderbar habe durchschweißen können - und das ich, als Anfänger!

Morgen muss ich erst mal eine neue Gaspulle besorgen, dann geht's hier weiter...

 

Bleibt einfach besser als ich, bis zum nächsten Mal und viele Grüße

 

Euer

 

Michael

Hallo zusammen!

Leute, ich bin völlig beeindruckt:

Mein Video "Das geschmiedete Herz - The forged heart" - hatte nach nur sieben Tagen seinen 200. Aufruf!

Seht selbst: https://youtu.be/ifzWJ3VQUCQ

Wahnsinn!

Und auch die anderen Videos haben zugelegt. Zum Vergleich:

(Datum) - (Herz) / (Warmmeißel) / (Stiel) / (Kleinschmiede) / (#coathanger2020)

2020-11-14 - (xxx) / (125) / (197) / (198) / (421)
2020-11-27 - (210) / (164) / (221) / (213) / (446)

Hier der Überblick: https://www.youtube.com/channel/UC9BbvX9b-VOTaw0Z1RJAwuA/

Das finde ich beachtlich. Innerhalb der letzten Tage haben Menschen von allen Kontinenten über 300 Mal auf meine Videos geklickt und reingeschaut.

Euch allen: Vielen, vielen Dank fürs Reinschauen und vielen herzlichen Dank für Eure Zeit!

 

---# ab 2020-11-21

 

Zur Freude der Nachbarn war die Feldschmiede dran: Habe das gesamte Gestell abgerüstet (Wasserwanne, Esse, Schraubstock, Motor) und es auf den Kopf gedreht, um die alten Räder abzuflexen.

Danach habe ich die neuen Traversen ange... ange... naja, "angeschweißt" kann man das nicht nennen - eher "angebraten".

Aber: es hält! :-)

Dann kam noch eine halbe Dose Farbe drauf. Nach dem Trocknen habe ich gleich die neuen Räder drunter geschraubt... und was soll ich sagen?

 

 

Schon beim Rangieren im Schuppen: Das hat sich gelohnt! Kein Vergleich zu vorher!

Bin echt happy!

Hihi.

Weiter ging's mit dem Gebläse. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass da nicht mehr so rechter Bumms hinter sitzt. Nach einiger Überlegung kam dann der Entschluss: ein neues muss her!

 

 

Nun hat das Gehäuse des alten Gebläses einen Halter quasi integriert, beim neuen musste ich erst herausfinden, dass man es einfach am Flansch verschraubt. Ich hätte ja gedacht, dass das nicht so recht dauerhaft sein kann, da ja nun das ganze Gewicht daran baumelt - aber wenn das so der Stand der Technik ist...

Naja.

Also musste ich mir einen Halter bauen. Hatte mehrere Ideen dazu, wie man das nun umsetzen könnte, und bin schlussendlich bei dieser Lösung hier angekommen. Die Lager sind von Febi-Bilstein, den Stahl hatte ich noch von den Traversen für die Räder übrig (10x80mm):

 

 

Dazu war noch ein Loch auszubohren, auszusägen und auszufeilen:

 

 

Dann ging's ans Ausbalancieren:

 

 

Und so sieht der Halter nun komplett aus:

 

 

Und so schaut's nun von unten aus:

 

 

 

Die Platte der Feldschmiede war derart krumm und schief, dass mir ständig Kohle zwischen Platte und Esse auf den Boden gebröselt ist. Ich habe sie ein wenig gerichtet (-> Nachbarn schonen!).

An der Esse störten mich immer die dicken Schraubenköpfe, weil ich ständig mit dem Schüppchen dagegen gefahren und mitten im Schwung daran hängen geblieben bin. Habe also die Bohrlöcher gesenkt und Senkkopfschrauben verbaut. Da sich der ganze Kram wärmetechnisch unberechenbar verhält, habe ich die Schrauben nicht fest angezogen, sondern nur soweit, dass sie gut anliegen. Zwischen Esse und Platte gibt's jetzt eine 3mm dicke Ofendichtung - nicht, um die Platte vor Wärme zu schützen, sondern um die gröbsten Dellen in der Platte noch ein wenig zu verschließen und um einen gewissen Ausgleich bei der Wärmeausdehnung zu schaffen.

 

 

Ganz perfekt ist es sicher nicht geworden, aber ich bin schon richtig gut zufrieden!

In den nächsten Tagen geht's dann noch an die Verkabelung, dann ist sie fertig!

Freu' mich schon riesig!

:-)

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Bei so viel Arbeit freut man sich über Abwechslung. Und die kam in Form einer Kaffeetasse von Torbjörn Åhman!

Habe meine mal daneben gestellt...

 

 

 

Und noch etwas lag im Briefkasten: Meine Lizenz für DaVinci Resolve Studio von BlackmagicDesign!

Zum Start von Resolve 17 gibt's die Studio-Lizenz (wahlweise als Lizenzschlüssel oder als USB-Dongle) im Bundle mit dem Speed Editor Video-Controller (der kostenlos nachgeliefert wird, solange der Vorrat reicht), der sonst das Gleiche kostet, wie die Studio-Lizenz selbst. Schnell sein lohnt sich also!

Hier ein Beispiellink zum Bundle: https://www.thomann.de/de/blackmagic_design_davinci_resolve_studio_bundle.htm

Jetzt bin ich mal gespannt, ob überhaupt und wann der Speed-Editor kommt - und wie ich Depp ihn dann einsetzen kann.

 

 

Ich will ehrlich sein: DaVinci Resolve ist schon in seiner kostenlosen Variante überwältigend in seinen Funktionen und ich bin kaum in der Lage, allein den Funktionsumfang ab- und einschätzen zu können, geschweige denn zügig ein hübsches Video zusammen zu stellen.

Allerdings ist die Software wirklich gut gemacht, sie ist (relativ) übersichtlich und leitet einen gut durch die Postproduction (so nennt man das wohl...).

Das alleine reichte mir zum Anlass, das dafür aufgerufene Geld zu investieren. Übrigens verspricht BlackmagicDesign, dass keine weiteren Kosten auf einen zukommen - weder für Updates, noch für Upgrades! Und so lange die sich ihrer Linie treu bleiben...

Eine Übersetzung ins Deutsche würde mir noch gefallen, damit ich vorab schon mal eine Grundidee dessen erhalte, was sich hinter den einzelnen Knöpfchen, Schaltern und Reglern verbirgt...

 

Also: Ihr seht, dass es hier an allen Stellen weiter geht (und noch mehr verrückter Kram ist im Zulauf - glaubt's mir...).

 

Haut rein, bleibt einfach besser als ich und bis zum nächsten Mal!

 

Euer

 

Michael

Hallo zusammen!

Es ist vollbracht: Das neue Video ist online!

Wer meine Arbeiten schon länger beobachtet wird feststellen, dass meine ersten Herzchen anders aussahen. Und auch das ist eines der Elemente, die ich beim Schmieden so sehr schätze: Man braucht nicht auf der Stelle stehen bleiben! Man kann hier und dort schauen, sich hier und dort Gedanken machen. Man kann sich weiter entwickeln!

Und glaubt mir: In zwei Jahren sehen meine Herzchen bestimmt wieder ganz anders aus - ich hab' schon wieder eine Idee für den Winkel da unten...

;-)

Stimmt: Das ganze Video hätte locker auf fünf Minuten gestutzt werden können! Tatsächlich sind's aber knapp über zwei Stunden Arbeit gewesen - und kaum jemand kann sich vorstellen, wie viel Arbeit tatsächlich in so einem Herzchen steckt.

Mit einem Klick auf das Video kommt Ihr direkt zu Youtube:

 

 

Eine ganz andere Geschichte ist, so ein Video zusammen zu basteln! Da saß ich echt mehrere Tage dran. Ich nutze DaVinci Resolve von Blackmagic Design und bin da absoluter Anfänger. Echt jetzt. Das ist wie die CD-Sammlung in Excel-"Datenbank" zu verwalten - mehr kann ich noch nicht. Aber ich bleibe dran!Was ich beim Betrachten meiner Videos auch immer wieder sehe: "Na, das hättest Du auch anders machen können..." OK. Beim nächsten Mal dann. Versprochen!

 

 

Das Herzchen selbst besteht aus 12x12mm Vierkant-Baustahl (S235JR, früher ST-37, Werkstoffnummer 1.0036) und ist 160mm lang.

Die erste Schwierigkeit liegt darin, den Winkel unten ordentlich anzuschmieden - so, dass er nachher auch schön in der Mitte sitzt. Dazu habe ich mir an der Kante einen Körnerpunkt gesetzt, den man zur Not auch an der Ambosskante ertasten kann. Ihr seht ihn auch immer wieder mal im Video.

Danach werden die beiden Schenkel möglichst gleichmäßig und gleichlang ausgeschmiedet. Als Maß dient mir hier die Ambossbahn. Für die Dicke lege ich ein Stück Vierkant daneben.

Dann werden die Kanten gebrochen. OK, das ist jetzt nicht so sehr kniffelig, aber die nächste Hürde besteht darin, die Schenkel an ihren Enden umzubiegen, sodass ein möglichst harmonisches Herzchen entsteht.

Zum Schluss wird das heiße Herzchen noch mit Leinöl bestrichen - und das ist für meine Pfoten immer der gefährlichste Teil. Und es stinkt gewaltig! Aber es gibt dem Stück eine Super-Oberfläche mit toller Haptik und schützt es vor Rost.

 

Also: Habt viel Spaß beim Video und bleibt einfach besser als ich!

 

Liebe Grüße, Euer

Michael

Hallo zusammen!

Ich bin mal wieder an zu vielen Baustellen gleichzeitig - also lehnt Euch genüsslich zurück, es wird mal wieder etwas länger...

---# Baustelle 1: Räder der Feldschmiede

Klassisch mögen die Stahlräder zur Feldschmiede gehören, optisch passen sie hervorragend ins Bild!

Praktisch sind sie aber nicht und laut sind sie obendrein:

 

 

Vor dem Schuppen liegen Waschbetonplatten - da rappelt's ordentlich! Auf dem Weg vom Schuppen zum Carport hinterlassen sie Spuren auf den Gehwegplatten. Auch ist die Spur so breit, dass ich mit dem ganzen Gefährt an einer Stelle immer in den Boden daneben rutsche. Dann muss ich die Feldschmiede immer wieder aus dem Loch reißen - und das nervt. Man könnte da natürlich ein paar Steine setzen, aber so richtig sexy ist das irgendwie nicht. Und auch keine Lösung für das Gesamtproblem "Fahrwerk der Feldschmiede".

Ersatz muss her. Gefunden habe ich ihn in in lenk- und bremsbaren Traglastrollen mit Polyurethan-Laufbeleg, die pro Rad mit 200kg belastbar sind. Das ist natürlich viel zu viel, bietet mir aber eine gewisse innere Ruhe durch ein unausgesprochenes Versprechen, schön lange zu halten ;-)

 

 

Ich habe mir Flachstahl in 10x100 in 1.000 lang besorgt, der unten quer angeschweißt werden soll. Löcher und Gewinde habe ich bereits gebohrt und geschnitten, kurze M8 Senkkopfschrauben liegen bereit.

Nun muss der Flachstahl "nur noch" unten am Rahmen angeschweißt werden, womit wir bei Baustelle 2 sind:

 

---# Baustelle 2: Schweißen

Schweißen ist immer so eine Sache... Habe mal was ordentliches gelernt (KFZ-Mechaniker) und bin beim Bund Meister geworden. Zwar bin ich KFZ-Meister, habe aber von Autos keine Ahnung... naja. Enthalten war jedenfalls eine Ausbildung im Dünnblechschweißen.

Wir haben autogen geschweißt (mit Brenner, Acetylen/Sauerstoff-Gemisch und Zusatzstoff), viele Löcher gebrannt und es richtig knallen lassen. MIG/MAG mit Schweißautomat und Schutzgas kam später, das Schweißen mit der Schweißelektrode wurde irgendwann ebenfalls Thema.

Ich habe hier eine Propangas-Pulle. Dieses Gas nutze ich zum Unkrautbrennen, für den Gasgrill und mit einem Satz Düsen um mal eben etwas warm zu machen oder zum Löten. Richtiges Schweißen ist damit nicht möglich. Ich habe mal gesehen, dass Propangas anstelle von Azetylen neben Sauerstoff durch eine echte Brennergarnitur genutzt wurde, aber eigentlich ist das nicht der richtige Weg.

"Atze", Sauerstoff und Brennergarnitur stehen hier rum, auch sind ein paar Schweißstäbe vorhanden. Aber diese starke Flamme brauche ich eher, wenn ich mal wieder einen Mokume-Ring machen will oder ein Schmiedestück an einer bestimmten Stelle erwärmen will, um es dann zu biegen.

Ein Schweißgerät für Elektroden ist auch vorhanden - aber das Schweißen damit ist (zumindest für mich!) kein großes Vergnügen. Es ist laut, es spritzt, ständig kleben die Elektroden fest... wahrscheinlich bin ich selbst nur zu doof.

Ein MIG/MAG-Schweißgerät ist in der näheren Umgebung erreichbar. Aber so richtig (richtigrichtig!) sexy ist das immer noch nicht.

Auf der Suche nach dem heiligen Gral kam ich dann auf das WIG-Schweißen. Und mal wieder gab das Stunden der Recherche.

 

 

Ein erster, vorsichtiger Test ergab: Es ist sehr leise (man kann weiter Radio hören), sehr sauber (wenn man schön vorgearbeitet hat) und spritzt nicht. Fast wohnzimmertauglich. Aber es ist verdammt hell!

Wenn ich das Autogenschweißen mit einem Teelicht und MIG/MAG mit einem H4-Scheinwerfer vergleiche, stellt sich WIG wie ein gleißender Xenon-Brenner oder LED-Scheinwerfer dar. Da muss schon ein ordentlicher Schweißhelm her, der auch ordentlich schnell abdunkelt.

Vorher ging's aber natürlich los: Was brauche ich alles (Schweißgerät, Schlauchpaket mit Griff, Schutzgas (Argon 4.6), Wolfram-Elektroden, Düsen...)? Wie baue ich den ganzen Kram zusammen? Wie wird eine Wolfram-Elektrode angeschliffen? Wie muss ich das Gas einstellen und welche Düse brauche ich?

Und nach all' dieser Hektik ging's dann daran, das Ding auch mal anzuschmeißen und auszuprobieren... Und was soll ich sagen?

 

 

Man drückt auf den Knopf, hört das Gas strömen, der Lichtbogen erscheint, das Schweißbad öffnet sich und man kann mit dem Schweißstab ins Bad tupfen. Man treibt das Schweißbad vor der Elektrode hin und tupft und tupft und tupft, bis die Naht zu Ende ist.

Und das in aller Ruhe. Genial!

Und was ebenso genial ist: Man kann heften, ohne Fremdmaterial vom Schweißstab oder von der Elektrode einzubringen. Und das Heften geht noch wesentlich schneller, als es mit dem Autogenschweißgerät ginge, was auch etwas mit dem Verzug zu tun hat.

Und das alles wäre wieder so viel Matierial für so viele Youtube-Filmchen gewesen... was mich zu Baustelle Nr. 3 bringt...

 

---# Baustelle Nr. 3: Videotechnik

Die EOS 60D ist bestimmt keine schlechte Kamera! Aber die 80D bietet schon ihre Reize... Und wenn ich mit zwei Kameras aufzeichnen will, bietet sich ein Vorteil in zwei gleichen Systemen. Rein zufällig kam ein feines Angebot für eine leicht gebrauchte 80D herein, ein ebenso gut gebrauchtes Sigma-Objektiv war schnell gefunden, sodass ich jetzt über zwei identisch bedien- und nutzbare Systeme verfügen kann.

 

 

Das ist toll! Und eine unglaubliche Erleichterung, da plötzlich alle Knöpfe mit den gleichen Funktionen an der selben Stelle sitzen!

Und ich hatte ja noch einen Wunsch: Ich wollte ja gerne mein Sprechen an beide Kameras gleichzeitig bringen, damit ich nicht immer an eine gerade aufzeichnende Kamera herantreten muss und mich auch mal ein wenig bewegen darf ohne gleich schreien zu müssen, damit man mich noch hört. Und da sind wir gleich bei...

 

---# Baustelle Nr. 4: Tontechnik

Herausgekommen ist dabei ein Funk-System der Firma Sennheiser:

 

 

Aber, wie das so ist, muss ich auch damit erst mal üben.

Kanäle finden, aufeinander einrichten, Sensitivität einstellen - und dann eine Stelle an den Klamotten finden, wo das Lavalier-Mikrofon 1. nicht stört und 2. auch selbst nicht gestört wird, z.B. an daran raschelnden Klamotten.

Baustelle Nr. 5: Schmieden!

Ja! Ich hab' zwischendurch auch mal das Feuer anmachen können!

Drei Herzchen sind dabei herausgekommen - allerdings gibt es davon nur Handybilder:

 

 

 

 

Baustelle Nr. 6: Schmiede-Guillotine

Ich hab' ja lange hin und her gedacht, ob so ein Ding nun nötig ist oder nicht. Ob ich so ein Ding selbst machen soll, oder nicht. Plötzlich war sich dann da:

 

 

Was aber fehlt, ist eine sichere Verbindung zum Amboss, damit die Guillotine nicht so hin und her hüpft - und das soll mit diesem Stück Vierkant geschehen:

 

 

Die Löcher sehen zwar noch ein wenig ungelenk aus, sollen aber bald zu einem Langloch werden. Dieses schaut dann unten am Ambosshorn heraus. Wenn der Vierkant dann oben an der Guillotine festgeschraubt ist, kann ich unten ins Langloch einen Keil treiben - dann steht alles schön sicher!

 

Ihr seht: Es ist noch viel zu tun - bald geht's weiter!

 

Bleibt einfach besser als ich und bis zum nächsten Mal!

 

Liebe Grüße

 

Michael

Anschrift:

 

(Bitte keine Besuche ohne Absprache!)

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