Hallo zusammen!
 
Stimmt: Habe mich lange nicht gemeldet. Aber es ist auch irre viel passiert!
 
Ein großes Thema war das Gebläse meiner Feldschmiede - allein damit war ich ein gutes, halbes Jahr immer wieder beschäftigt.Dann gab's noch das Thema rund um meine Schlagstempel. Auch hier ging gut ein halbes Jahr vorbei.
 
Immer wieder mal ging's um Video und Ton, doch da hilft wirklich nur: "üben, üben, üben!". Meine Videos werden zwar immer besser, doch so richtig (richtigrichtig) zufrieden bin ich da noch lange nicht. Es ist schon ein ordentlicher Aufwand, den ich da betreibe. Das betrifft das Aufzeichnen der Videos, aber auch das Auswählen der Clips, das Zuschneiden und das Zusammensetzen. Ein ganz anderes Problem stellt sich mir bald in Sachen Speicherplatz: Boah - es ist kaum vorstellbar, wie schnell da etliche Gigabytes zusammenkommen! Aussortieren ist also angesagt...
 
Doch das nur am Rande.
 
Eigentlich geht's mir hier um das Video zum Warmmeißel, den ich für das Projekt "Werkzeugkiste" für die Jungschmiede des IFGS gemacht habe.Hier noch mal der Link zum Projekt:
In dem Video geht's natürlich überwiegend um den Warmmeißel, doch habe ich ein paar Themen angeschnitten... ich meine dass sie würdig sind, dafür bald eigene Videos zu drehen!
 
 
 
Wusstet Ihr beispielsweise, dass Stahl ab einer gewissen Temperatur seine magnetischen Eigenschaften verliert? Diese Temperatur ist ein wichtiger Anhaltspunkt in der Wärmebehandlung des Stahls (normalisieren, härten, anlassen). Im Video ist zu sehen, dass ein magnetisierter (alter) Schraubendreher nicht mehr packt und es ist auch zu sehen, wie die magnetischen Eigenschaften beim Abkühlen langsam zurückkommen. Wärmebehandlung ist also auch ein Thema!
 
Auch interessant, und sicherlich ein eigenes Video wert, ist die sogenannte "Funkenprobe". Mit einem unbekannten Stahl am Schleifbock oder Bandschleifer kann man anhand der Intensität, der Farbe und der Form der Funken Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Stahls ziehen. Im Video zeige ich Vergleiche zwischen Baustahl, Moniereisen, einem unbekannten Werkzeugstahl und dem allseits beliebten Werkzeugstahl 1.2842. Ich denke, dass ich mal so langsam auf Materialsuche gehen sollte - ein kleines Highlight ist schon quasi auf dem Weg zu mir!
 
Aber jetzt ist genug mit dem Gequatsche: Im Video gibt's noch genug davon und dabei wünsche ich Euch nun viel Spaß!
 
Passt auf Euch auf und bis zum nächsten Mal!
 
 
Liebe Grüße
 

Euer Michael

 

Achja... Youtube-Link!

 

Da:

 

 
VERPASST!
 
Unfassbar. Das Ding ist echt komplett an mir vorbei gegangen. Ein guter Freund (und ein super Schmied!) hat mich darauf aufmerksam gemacht.
 
Nicht, dass ich mich auch daran hätte beteiligen wollen... nein! Das wäre vermessen gewesen: Da geht es um die richtigen Schmiede, nicht um kleine Hobbyschmiedeanfänger, wie ich einer bin. Aber ich hätte es gerne früher gewusst, dann hätte ich es besser verfolgen können.
 
Es gibt einen Spruch: "Geh' zum Schmied, nicht zum Schmiedlein!"
 
Und eben diese Schmiede haben sich online getroffen, um zu zeigen, was sie können.
 
Es geht um Ybbsitz, einer Stadt im "Ring der Europäischen Schmiedestädte" (den Ring gibt's wirklich - schaut mal danach...). Immer dabei ist ein Gedanke an Alfred Habermann, den Schmiedepapst, der Ybbsitz zu seiner Wahlheimat gemacht hat.
 
Es geht um das Ferraculum!
 
Ein sonst jährlich stattfindendes Schmiedetreffen, das dieses Jahr wegen Corona ausfallen musste.Aber die Veranstalter haben sich was einfallen lassen und es wurde dafür ein Youtube-Kanal eröffnet!
 
Der Kanal ist noch so jung und frisch, dass ich Abonnent Nr. 23...26 bin - aber schaut mal, was für Schmiede dort vertreten sind und was für Arbeiten dort gezeigt werden:
 
Es ist zwar alles recht knapp geschnitten (es ist ja auch ein sehr junger Kanal!), aber wer aufmerksam schaut kann viel entdecken - also: viel Spaß dabei!
Hallo zusammen!
 
Die Jungschmiede des IFGS (Internationaler Fachverband Gestaltender Schmiede e.V.) veranstalten jährlich ein Schmiede-Event, das dieses Jahr wegen Corona ausfallen muss.
 
Die jungen Schmiede haben sich aber was einfallen lassen und rufen online dazu auf, eine Werkzeugkiste mit Werkzeugen zu befüllen.Zur Teilnahme eingeladen sind: Jungschmiede, Altschmiede, Metallgestalter, Hobbyschmiede (Ich! Hihihi...) und Freunde des Schmiedens.
 
Also doch wieder irgendwie alle...
 
Ich darf auch mitmachen: Ich habe mich mit einem Warmmeißel beworben und bin mit meinem Projektchen angenommen worden!
 
Teilnehmer aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Österreich sind schon vertreten. Es finden sich auch Teilnehmer aus Ungarn, Finnland und sogar aus Argentinien!
 
Das ist großartig!
 
Aber es gibt noch so viele Flecken mehr auf der Erde...
 
Hier ist der offizielle Aufruf zu finden:

 

 
 

Hallo zusammen!

Es gibt ein Zitat, das dem Schriftsteller Albert Camus zugeschrieben wird. Er sagt:

"Wer etwas will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."

Ich bin über ein Video gestolpert, das am 20.12.2010 auf Youtube veröffentlicht wurde. Also vor (heute) knapp 10 Jahren, 4 Tage vor dem christlichen Heiligen Abend - einer Zeit, wo wir uns allgemein in den letzten Zügen hektischem Kaufrauschs befinden, um unsere Konsumsucht zu bedienen.

Man kann auf dieses Video aus verschiedenen Richtungen schauen. Ein jeder Betrachter wird seine eigenen Gedanken dazu haben.

Einfach wäre der Gedanke: "Ach, was sind das arme Schweine!"

Aber vielleicht wird mir ein differenzierter Gedanke erlaubt. Wahrscheinlich bin ich nicht in der Lage, das korrekt auszudrücken, was ich bei dem Video denke. Aber es ist kein schlechter, abwertender Gedanke dabei - im Gegenteil!

Ich sehe in dem Video einen Mann, der stolz auf seine Arbeit ist. Und ich sehe mehrere andere, die wahrscheinlich fast ebenso stolz sind, ihm bei seiner Arbeit zu helfen. Vermutlich (ich kann mir leider kein eigenes Bild davon machen) ist er in der Lage, für sich und seine Mitarbeiter so viel zu erwirtschaften, dass sie alle davon leben können. Immer im Hinterkopf dabei: Die allgemeine Situation dort, die Anforderungen, in denen gelebt wird.

Besonders spannend empfinde ich die Bilder, wo Kinder sich schon an dieser Arbeit begeistern und üben. Sie eifern ihren Vorbildern nach, und sie wären so stolz, wenn sie endlich mitarbeiten dürften!

 

Hier geht's direkt zu Youtube:

 

 

Mal abgesehen von den Arbeitsbedingungen, dem Arbeitsschutz etc. Aber das ist ein Gedanke, der uns lange verloren scheint. Viel zu sehr hat uns WhatsApp im Griff, das Erhaschen von Likes, das Nacheifern von fragwürdigen Vorbildern aus Gernanys Next Topmdodel oder Deutschland sucht den Superstar.

Ich glaube, dass wir hier auf einem falschen Weg sind. Die Männer in Togo sollen bestimmt nicht als reines Vorbild dienen, doch der Gedanke dahinter bewegt mich.

Hallo zusammen!

Ich bastle derzeit an meiner "Heulsuse", dem Gebläse an der Feldschmiede.

Leider habe ich beim Zerlegen inmitten des Fleißes vergessen, ein Video zu machen. Den Tausch der Lager und den Zusammenbau möchte ich dann aber gerne zeigen. Die Lager sind bestellt, nun muss ich die Lieferung abwarten.

In der Zwischenzeit habe ich Euch ein weiteres Buch online gestellt, dessen Urheberschutz abgelaufen ist und das Ihr kostenlos nutzen könnt.

Hallo zusammen!

Zunächst einmal vielen, vielen Dank: Meine beiden Videos sind seit Veröffentlichung nun über 500 Mal aufgerufen worden! Das hätte ich nicht erwartet und ich bin da tatsächlich ein wenig baff.

Ich habe für die Serie "Kleinschmieds Schuppenromantik" ein neues Video erstellt. Diesmal dreht sich alles um den guten Stiel, nämlich den Hammerstiel.

Wer von Euch schon mal geschmiedet hat, wird unter Umständen die Schmerzen im Ellenbogengelenk kennen. Wenn diese Schmerzen tatsächlich vom Schmieden kommen, wird meist der Hammer "erwürgt", das heißt, dass der Stiel viel zu fest umgriffen wird. Und wenn der Stiel zu dick ist, hat man auch gar keine andere Möglichkeit, als fest zuzupacken.

Abhilfe schafft, den Stiel an seine Bedürfnisse anzupassen - und genau das will ich in dem Video zeigen.

Da es mir so geht, wie wahrscheinlich vielen von Euch (keine eingerichtete Tischlerwerkstatt, keine Ausbildung in einem holzverarbeitenden Beruf, dafür viel Enthusiasmus und Behelf), zeige ich, wie ich mit einfachen Werkzeugen und etwas Zeit meinen Stiel für mich herrichte.

 

Also: Viel Spaß dabei:

 

Hallo zusammen!

Eigentlich wollte ich ja tatsächlich mal mit Euch zusammen eine Runde schmieden.

Aber das Wetter ließ es nicht so recht zu, sodass aus der Runde Schmieden "nur" eine Runde Gucken wurde.

Warum "nur" und dann auch noch in Anführungszeichen?

Weil es einen (meiner Meinung nach) recht gelungenen Rundgang durch meine Kleinschmiede gibt.

Ich zeige Euch also meinen Arbeitsplatz und erzähle was zum Amboss und zur Feldschmiede. Auch erzähle ich, warum ich meine, wie ein Amboss zu stehen hat.

Achtet mal auf die drei Hämmer an der Galerie - dazu bereite ich auch schon fleißig was vor.

Jetzt aber erst mal zum Rundgang durch meine Kleinschmiede - viel Spaß dabei!

 

Also: Draufklicken, dann geht's direkt zu Youtube:

 

Hallo zusammen!

Ich muss mich zwischendurch noch mal bei Euch melden. Es geht um meinen neuen Videokanal, den Youtuber Rustinox und um meinen Stier.

Leute, es ist der Wahnsinn!

Innerhalb der paar Tage, die das Video nun online ist, ist so einiges passiert.

Zwischenzeitlich gibt/gab es 25 Abonnenten des Kanals. Mal einen oder zwei weniger, mal einen oder zwei mehr. Das mag üblich sein.

Was für mich aber nicht üblich ist und worüber ich verwundert und auch ein wenig stolz bin:

25 Abonnenten!

Und das Video wurde mittlerweile über 150 mal angesehen. -> Mein Video! Über 150 mal!

Irre.

Rund 25 User gibt es jetzt gerade da draußen, sie sind auf der ganzen Welt verteilt, freuen sich so sehr über mein Video, dass sie meinen Kanal abonnierten, um beim nächsten Video gleich wieder mit rein schauen zu können.

Da ist sogar ein Australier dabei, der mir bei Übersetzungen helfen will.

Rustinox hat mein Video in seine Playlist aufgenommen. In seinem monatlichen Update werde ich mit meinem Kanal und dem Stier noch mal extra erwähnt - und das ist ein ganz neues, ungewohntes Lob für mich.

Bitteschön:

 

 

Seine Ermahnungen zeigen Wirkung :-) Bislang sind mir alle User freundlich begegnet. Einige haben meinen Kanal abonniert, einige haben sogar einen Kommentar hinterlassen.

Herzlichen Dank an Euch: das hätte ich so nicht erwartet und es gibt mir Ansporn für ein nächstes Video!

25 Abonnenten, über 150 Views. Hammer!

An alle diejenigen, die noch nicht mitmachen, aber darüber nachdenken, auch einen selbstgemachten Kleiderhaken zu zeigen:

#coathanger2020 endet am 01. Mai 2020. Bis dahin kann jeder mitmachen, der gerne mitmachen möchte. Näheres erklärt Rustinox in seinem Video, das ich im Beitrag etwas tiefer schon verlinkt hatte.

Bis denn dann!

Leute, was für eine Zeit!

Ich habe eine kleine Odyssee hinter mir - aber bitte, lest selbst:

Eigentlich... also eigentlich übe ich nun seit Mai(!) letzten Jahres daran, endlich mal ein Vorstellungs-Video von mir und meiner Arbeit auf Youtube für Euch zu machen.

Die Frage ist: Wie geht Video? Also: Youtube befragen, ausprobieren und tüfteln!

Und glaubt mir: Es ist mal gar nicht so einfach, sich selbst sehen und hören zu können, sich selbst also zu ertragen. Das ist ein ganz eigener Prozess, der (zumindest bei mir) erst langsam reifen musste.

Und auch dieses Quatschen in ein Objektiv hinein, wo doch sonst niemand da ist, ist eine ganz eigene Geschichte.

Nun hab' ich hier ja meine Canon EOS 60D mit dem dicken 16-300mm Tamron daran... Wenn es für mich schon schwer ist, ein einigermaßen vorzeigbares Bildchen zu knipsen (ich knipse, Könner fotografieren), wie schwer wird dann wohl ein Video werden?

Und dann noch so ein Ding: In den Bedienungsanleitungen und in den Bewerbungen seitens der Hersteller von irgendwelchen Klamotten steht immer ganz toll beschrieben, was ein Ding kann.

Es steht aber nirgendwo beschrieben, was so ein Ding halt nicht kann. Auch nicht, welche Anforderungen nötig sind, um sich vielleicht nach einem anderen Ding umzusehen - da steht nicht: "Wenn Du dies und das machen willst... nee, das kann das Ding nicht!". Was aber auch fehlt, ist ein Ausblick auf Folgedinger, die dann die vielleicht benötigten Funktionen mitbringen.

Es ist also immer wieder eine elende Sucherei und Vergleicherei, wenn man vor einer Neuanschaffung steht. Und nur, weil etwas teuer ist, ist es noch lange nicht gut! Und wenn man ganz am Anfang von etwas Neuem steht, weiß man ja noch gar nicht, welche Anforderungen so auf einen zukommen. Und so vergehen Stunden um Stunden der Sucherei.

Zunächst fiel auf, dass das interne Mikrofon absoluter müll ist. Das geht aber wohl den meisten Kameras so - und so musste halt ein anderes her. Das klang dann schon mal ganz anders, die Aufnahmelautstärke passte und selbst das Rauschen von meinem Rechner (weil ich doch im Büro begonnen habe, zu üben) wurde auch schon rausgefiltert. Supi. "Dual Mono" ist aber auch neu für mich, das scheint ja eine ganz besondere Technik zu sein... Wichtig war mir, dass das Mikro ohne eigenen Akku auskommt, oben in den Blitzschuh verkeilt werden kann und quasi aus dem Karton heraus funktioniert.

Doch "Uppsi!": Nach 12 Minuten ist Schluss mit der Aufnahme? Aha, soso... Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich darauf kam: Das Dateisystem der Kamera kann nur Dateien bis 4GB verarbeiten. Und nach 12 Minuten unscharfem FullHD-Filmchen sind die 4GB halt erreicht. Da muss man auch erst mal drauf kommen. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Sinn von 4k-Videos - die sind ja noch wesentlich größer! Die 90D kann zwar 4k Video aufnehmen, hat aber auch das 4GB-Problem (Aufnahme bis "Speicher voll!" können wohl nur die einstelligen Modelle). Was die 60D nicht kann (aber alle Nachfolgemodelle ab 70D): Automatisch bei Erreichen der 4GB Schallmauer eine neue Datei erstellen. Die 60D hört einfach auf, die Modelle ab 70D recordern einfach weiter. Bravo.

So habe ich mir eine Alternative gesucht und sie vermeintlich in Magic Lantern gefunden. Die Firmware wird einfach auf die SD-Karte gepackt. Will man darauf zugreifen, muss man auf die Mülltonnen-Taste drücken - ab da wird es mir zu... zu... viel zu technisch halt. Wer da Bock drauf hat: bitteschön. Ich habe ein wenig getüftelt und festgestellt, dass die Software nicht für mich gemacht wurde. Ich bin da schlichtweg zu blöde zu und (das will ich gerne zugeben!) zu faul, um mich da einzuarbeiten. Magic Lantern mag aber trotzdem für viele eine passende Alternative darstellen! Nur halt für mich nicht.

Beim Zoomen schließt sich die Blende des dicken Tamrons. F3.5 geht von 16 bis etwa 25mm, dann geht's auf f4.0 bis 35mm, f4.5 hält sich bis etwa 45mm, dann kommt f5.0 ab ca. 80mm (und da wird's schon merklich dunkler!), f5.6 kann bis gut 120mm gehalten werden, ab da geht's dann nur noch in Blende f6.3. Das ist blöd, wenn man Unschärfe im Hintergrund haben will (im Schuppen sieht's halt aus, wie die Sau - aber das muss ja keiner sehen...), eine gewisse Menge Licht im Objektiv haben möchte (um die ISO kleiner und das Bild somit klarer halten zu können) etc. Das ist besonders blöd, weil wenn man feststellt, dass durch das Umstellen und neu Fokussieren der Kamera plötzlich mehrere Einstellungen angepasst werden müssen, während doch der Stahl im Feuer liegt... Außerdem ist der Motor des Objektivs trotz "entkoppeltem" Aufschraub-Mikro noch sehr deutlich zu hören: "bsssbsssbsssttt-klackklackklack-bsssbsssbsss-klackklack" - es gibt noch ein großes Hin und Her, dann wird das Bild wieder abgedunkelt, wie es eigentlich gewünscht war.

Das Klappdisplay an der 60D ist Gold wert. Wo andere Hersteller es nur nach unten oder oben (und das noch nicht mal richtig brauchbar) klappen lassen, lässt sich das Display der Canon zur Seite rausschwenken und drehen, sodass man sich tatsächlich ein wenig beobachten kann. Naja: "ein wenig" ist schon untertrieben, weil ich mich dabei beobachtete, dass ich (wohl in Suche nach einem menschlichen Gegenüber) ständig auf das Display schaute, statt gerade ins Objektiv.

Abhilfe brachte mir da mein Tablet, das via USB-OTG und DSLR-Controller das Bild der Kamera auf ein vergleichsweise riesiges Display beförderte. Mit so einem Bild kann man auch wirklich entspannt scharf stellen. So schiele ich zwar immer noch mal kurz nach unten (muss ich auch, um Akkustand, Platz auf der Speicherkarte und Restaufnahmezeit im Auge zu haben), aber das wirkt im Video meiner Meinung nach natürlicher und freundlicher, als der Blick zur Seite aufs Kamera-Display. Genial ist, dass man die Ansicht spiegeln kann und sich dann im Display des Tablets wie in einem Spiegel sieht. Das ist äußerst komfortabel! Und (und das ist echt irre!): Ich hatte plötzlich ein externes Touch-Display an der Kamera! Wahnsinn! Wo auch immer man hinpatscht, stellt die Kamera scharf!

Dummerweise sucht sich die Kamera mitunter dumm und dusselig nach einem Ziel, auf das es sich angeblich lohnt, scharf zu stellen. Dazu wird die Blende weit aufgerissen, das Bild wird tierisch hell (wo es doch vorher so muckelig düster war...), der Motor im Objektiv bollert die Scherben hin und her, dass es im Mikro knirscht - und dann erwischt das Mistding doch nur die Griffe von der Sackkarre hinten im Schuppen. Toll.

"Mal eben so" etwas in den Fokus zu rücken, ist also gar nicht mal so einfach. Zumal die 60D im Videobetrieb keinen Autofokus hat. Das können wieder erst die Nachfolgemodelle (dafür dann aber auch alle Nachfolger der 60D, also ab der 70D...) mit "Dual Pixel CMOS AF". Also: Freundlich ins Objektiv quatschen und dann einfach mal ein Schmiedestück in die Kamera halten... das klappt nicht!

Naja, Abhilfe ist unterwegs. Dann heißt es, sich zumindest teilweise neu einzuarbeiten. Positiv ist: Ich kann bis auf den Batteriegriff sämtliches Zubehör weiterhin nutzen - sogar die Akkus, und davon habe ich eine ganze Batterie... (och kommt, der war jetzt echt nicht schlecht!)

Dieser ganze technische Kram für die Aufnahme eines Videos ist eine Geschichte für sich. Bei dem Video, das ich Euch gleich vorstellen möchte, habe ich natürlich massiv Bockmist gemacht. Es wäre ein Leichtes gewesen, die ISO auf Automatik zu stellen (dann wären die ersten Aufnahmen nicht über- und die letzten Aufnahmen nicht hoffnungslos unterbelichtet gewesen), auch wäre nett gewesen, wenn ich die tote Katze über das Mikro gestülpt hätte, dann wären die Windgeräusche weg gewesen. Hätte ich dann und wann noch mal die Kamera umgestellt, wäre vielleicht sogar etwas wie "Spannung" entstanden. Naja.

Alles das ist aber mit ein wenig Übung händelbar. Eine Einstellung hier, ein Knöpfchen dort, mal die Kamera woanders hin stellen. Sich selbst überwinden, ins Objektiv zu quatschen. Alles das ist in den Griff zu bekommen, obwohl da auch noch andere Dinge dran hängen: Sind die Akkus voll und sind die Speicherkarten leer?

Tückisch wird's, wenn der Nachbarsköter kläfft wie doof, der Postbote ein Paket liefert oder wenn ein Kumpel vorbei kommt, weil er gerade mal Langeweile hat. Oder die Dame des Hauses kommt von der Arbeit und fährt mit ihrem Auto bis mitten ins Bild (weil ich ja im Carport schmiede...). Darauf hat man dann halt keinen Einfluss.

Und wie ich so vor mich hin übte, ließ Kumpel Philipp anmerken, dass ich doch unbedingt ein Intro bräuchte. Unbedingt!

Tja, da ist halt Kreativität gefragt. Doch: woher nehmen?

Also habe ich mir mein Logo geschnappt und habe es mühselig zwischen Inkscape und Paint.net hin und her bearbeitet, sodass ich nun das Logo in Vollfarbe, in dunkel und in hell (allerdings dann ohne Hintergrund) habe.

Dann ging es darum, eine Videoschnittsoftware zu finden. Da Kohle hier zwar säckeweise rumliegt, aber nicht auf dem Konto, ging die Sucherei los. Tatsächlich bin ich dann bei DaVinci Resolve von Blackmagicdesign hängen geblieben. Das ist eine Software, mit der Kinofilme, also echte Blockbuster gebaut werden. Es ist alles drin, was man braucht: Eine Lagerhalle für die ganzen Videos, eine Produktionshalle in der geschnippelt werden kann, eine eigene Ecke für Farben, eine weitere Ecke für Ton, dann geht's über eine weitere Ecke in die Auslieferung.

Supi!

Und mittendrin erfahre ich von einem Projekt, das der Youtuber Rustinox ins Leben gerufen hat: #coathanger2020:

 

 

Habe dann geschaut, worum es geht und wer schon so alles mitgemacht hat. Ach: John Switzer von Blackbear-Forge und Torbjörn Åhman hatten ihre Projekte schon fertig!

Wahnsinn - das war der Kick, den ich genau zu der Zeit brauchte, um endlich mit Youtube zu beginnen. Hätte ich weiter im Dunklen an meinem "Hallo Youtube" herumgebastelt... ich wäre nächstes Jahr noch nicht fertig geworden!

Also habe ich an Resolve rumgefummelt, bis es keinen Morgen mehr gab, um dieses dämliche Intro zu basteln.

Dann ging es um Ideen für den Kleiderhaken, weil #coathanger2020 halt nach einem Kleiderhaken fragt. Dann kam ich auf eine Idee, die dann aber irgendwie ausgeufert ist (eigentlich ging es ja nur um eine Arbeit, die man innerhalb von ein paar Minuten fertig stellen kann...)

Dann ging's tatsächlich an den Amboss. Feuer an, 20-er Vierkant rein und kloppen, was das Zeug hält. Den ersten Stier habe ich mir versaut, weil ich unten zwei Vernietungen anbringen wollte, die ich mir besser gespart hätte. Am Folgetag musste ich also einen neuen Stier machen.

Daraus entstanden 84GB Videomaterial, mit denen DaVinci Resolve gefüttert wurde. 84GB!!! Jedes Video wurde angesehen, bewertet, mit in die Liste aufgenommen (oder halt nicht), Stichpunkte wurden aufgeschrieben, die Videos wurden hintereinander gelegt, geschnitten, Übergänge wurden gebastelt.

Tja. Und dann habe ich das ganze Ding für Youtube exportiert und hochgeladen.

Stunden später habe ich mir das (noch nicht veröffentlichte) Video angesehen. Also irgendwie... irgendwie wirkte ich abgehetzt. Das ganze Video schien flotter zu laufen, als ich es aufgezeichnet hatte. Das war aber nur so ein Bauchgefühl, sodass ich Youtube und eigene Videos zeitgleich nebeneinander laufen ließ... kein Unterschied, bis auf das komische Bauchgefühl.

Irgendwann dann kam ich darauf: Die Framerate der Timeline passte nicht!

Die Timeline ist die Grundlage des kompletten Films, die Framerate gibt den Takt der Bilder pro Sekunde vor. Wie der Trommler auf der römischen Galeere bei Asterix und Obelix. Und dieser Takt, die Framerate, ist im Nachhinein nicht änderbar! Zumindest nicht ohne erheblichen Aufwand.

Jetzt hatte ich den Film mit der Framerate von 24 Bildern pro Sekunde erstellt (wie es Resolve per Default vorgibt!), aber mit der Kamera hatte ich in 25 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet!

Also wurde in jeder Sekunde freundlich ein Bild herausgerechnet. Dabei blieb aber eine Sekunde immer noch eine Sekunde - es fehlte immer nur ein Bild. Und das gab das komische, für mich nicht messbare Bauchgefühl.

Was blieb? Alles neu machen! Literweise Bier hat mich das gekostet!

Im Ergebnis kann ich Euch ein Video präsentieren... naja. Rhetorisch eher fragwürdig, von der Regie her recht eintönig. Aber: Es ist fertig!

Bitteschön:

 

 

Wahnsinn.

Was da an Zeit drauf geht, woaruf alles geachtet werden muss... an Euch Youtuber da draußen: Meine absolute Hochachtung!

Nun, wo ich die Katze schon habe platzen lassen, steht mir natürlich der Wunsch nach dem nächsten Video für Euch.

Ideen habe ich viele. Auch habe ich mir Gedanken um Serien gemacht. "Schmiedeluft" wird also am Amboss stattfinden, "Schuppenromantik" halt im Schuppen. Da gibt's auch genügend zu tun, dass es nicht langweilig wird. Wenn Ihr Pech habt, kommt noch "Büromief" dazu, wo es um eher administrative Geschichten gehen kann. Wenn ich z.B. einen neuen Trick in DaVinci Resolve entdeckt habe oder wenn ich eine Lösung für diese gigantischen Datenmengen gefunden habe, könnte das ein Beitrag im Rahmen von "Büromief" werden - wenn Ihr darauf Bock habt!

Jetzt lasse ich Euch aber in Ruhe das (fürchterliche!) Video schauen - viel Spaß dabei und bis bald!

Hallo zusammen!

Die Ereignisse überschlagen sich derzeit.

Corona setzt mich außer Gefecht - nicht, dass ich selbst infiziert wäre! Nein. Nur will sonst keiner was von mir wissen. Und ich darf auch nirgendwo hin.

Also habe ich die Zeit genutzt und habe eine Tasse und Visitenkarten machen lassen. Das Ergebnis will ich Euch hier gerne zeigen.

Bitteschön :-)

 

 

Bitte passt auf Euch auf. Aber nicht nur auf Euch, sondern auch auf Eure Nächsten. Und auf alle Menschen, die Euch da draußen begegnen.

Bleibt gesund!

 

Bis denn!

 

 

Hi!

Der Youtuber Rustinox hat dazu aufgerufen, an seinem Projekt #coathanger2020 teilzunehmen.

Das Wetter passte, das Carport war frei...

Feuer!

;-)

 

Tach!

Bin in den letzten Tagen mal wieder administrativ fleißig gewesen, habe einiges ausprobiert und auch viel lernen dürfen. Ich habe Euch in "Gefahren in der Schmiede"  ein kleines Inhaltsverzeichnis mit HTML-Sprungmarken eingebaut. Dann kann ich das jetzt auch.

Auch habe ich mich mal wieder mit meiner Kamera beschäftigt und versucht, ein Video zur Begrüßung aufzunehmen. Das Mikrofon ist echt klasse und kein Vergleich zum internen Dingsbums! Mittlerweile gewöhne ich mich auch langsam daran, mich selbst zu sehen und mich selbst zu hören - das ist (zumindest für mich) extrem ungewohnt und echt nicht leicht!

Naja, ich habe mir das Video dann ein paar Mal angesehen... Oioioi, da sind ein ganzer Haufen Fehler drin, die ich Euch so nicht präsentieren kann. Echt fette Brocken! Erst dachte ich ja, ich könnte die groben Schnitzer herausschnibbeln, aber dazu bin ich noch zu doof. Dann ist mir noch aufgefallen, dass ich einige Dinge einfach verschlönzt habe. Also mache ich es neu! Zu 100% werde ich eh nicht zufrieden werden, aber unter 80% will ich Euch dann auch nicht antun.

Habe mir "Davinci Resolve" von Blackmagicdesign gegönnt, aber da muss ich noch üben, üben, üben. Mit dieser Software werden komplette Kinofilme hergestellt. Die Software ist extrem umfangreich, soll aber (wenn man sich mal eingelebt hat) extrem einfach und übersichtlich zu bedienen sein und - aufpassen! - sie ist kostenlos nutzbar!

Da: https://www.blackmagicdesign.com/de/products/davinciresolve/

Jedenfalls war ich schon mal in der Lage, drei Videos hintereinander zu schnippeln. Das ist ja auch schon mal was. Hintergrund ist, dass meine Kamera die Aufzeichnung nach 4GB (was 12 Minuten entspricht) stoppt. Das ist zunächst blöd, doch kann ich mich damit schon mal arrangieren.

Also: Ihr seht, es gibt noch viele Baustellen, die immer wieder mal hier und dort angegangen werden (aber dass es gleich so viele sein müssen...) - ich bleibe dran, versprochen!

Hi!

Viel Zeit war heute nicht, der Schmiede wäre nicht genug Aufmerksamkeit zuteil geworden. Aber so 2...3 Stunden konnte ich mir schon noch abknapsen, und so habe ich mich freundlich in den Schuppen verzapft.

Apropos verzapfen... "Zapfen" ist das richtige Stichwort. Ziel ist ein Stück am Amboss abzusetzen, das Abgesetzte dann rund zu schmieden um es dann auf eingermaßen genau 5mm im Durchmesser zu bekommen.

Diesen 5mm-Zapfen kann man dann durch ein 5mm-Loch schieben und von der Gegenseite vernieten.

Der Plan steht. Allein das Werkzeug fehlt. Und damit habe ich heute begonnen.

Material: 20mm Verkant und 20x3mm Flachstahl. Oder war es 20x5mm? Hmmm... egal. Jedenfalls nichts hochwertiges, einfacher Baustahl soll da reichen. Ein Federstahl wäre für die Schwinge natürlich schöner gewesen, mal schauen, wie lange das hält.

Vom Vierkant habe ich mir zwei 20mm-Stücke abgesägt, sodass Würfel entstanden. Die wurden ordentlich aneinander gepresst, in der Mitte gekörnt, an- und mit 5mm durchgebohrt. Alle Kanten wurden mit der Feile abgerundet.

Der Flachstahl wurde eingespannt, die Mitte für die Biegung habe ich grob geschätzt: Nach einigen Schätzungen ging es dann von den Enden aus jeweils 200mm nach innen, sodass in der Mitte Raum für die Biegung blieb. Die Markierungen sind mit einem Stück Schulkreide gemacht. Damit's nachher tatsächlich einigermaßen passt, habe ich mir im Schraubstock zwei 20mm Vierkantstäbe dazwischen gelegt.

Mal schauen: Wenn alles klappt, probiere ich morgen mein neues altes Schweißgerät aus - ich freu' mich schon!!!

Dann werden die Vierkante an den Flachstahl geschweißt - und ein Fuß für das Vierkantloch im Amboss soll auch noch dran, damit das Gesenk einigermaßen stabil liegt und nicht so herumschlabbert.

Und dann wird's auch mal wieder Zeit, dass ich das "richtige" Feuer anmache. Vielleicht kann ich das neue Gesenk dann ja auch gleich ausprobieren. Wenn ich überlege, wie lange ich mit der Gasflamme gebraucht habe, um den Flachstahl auf eine "leicht rötlich wirkende" Temperatur zu bringen... Im Schmiedefeuer wäre das ein Ding von nicht mal zwei Minuten gewesen, dann wäre der Stahl schon gelb und butterweich gewesen!

Naja.

Hier noch ein paar Bilder - viel Spaß:

 

 

 

Hallo zusammen und Euch allen ein frohes, gesundes und sorgenfreies neues Jahr!

2020 heißt es nun. Wahrscheinlich dauert es wieder bis September, bis ich mich einigermaßen daran gewöhnt habe. In der Grundschule haben wir auf dem Schulhof noch mühsam ausgerechnet, wie fürchterlich alt wir wohl im Jahr 2000 sein werden (der Mensch hat halt nur acht Finger plus zwei Daumen - da dauert das schon mal einen Moment...), jetzt sind wir bereits 20 Jahre weiter...

Einige Zeit ist vergangen, dass ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe. Analog zu "sie bestaunten den Sonnenuntergang und erschraken, als es dunkel wurde" wurde ich mal wieder völlig von der Weihnachtszeit überrumpelt.

Zum Schmieden war nur sehr wenig Zeit. Für meine Hauptkunden habe ich es gerade noch geschafft, einen Stapel Steak-Wender zu machen. Die Steak-Wender kamen richtig gut an, worüber ich mich fast noch mehr freute, als sich die Kunden über ihre neuen Grillwerkzeuge. Es ist sogar ein Steak-Wender für Linkshänder dabei: ein echter Lefty!

In der Knappheit der Zeit waren leider nur zwei fürchterliche Bildchen übrig geblieben, bitte entschuldigt:

 

2019 12 19 Steak Wender

 

2019 12 24 Steak Wender

 

Paps brauchte für seine Lederarbeiten noch ein Stanzmesser, um die Enden von 50mm-Gürteln für meinen Bruder zu kappen. Habe dazu einen 12mm Rundstahl genommen, den ich irgendwann mal aus einem alten Ständer für Bohrmaschinen retten konnte (hier haben wir wieder das Thema Nachhaltigkeit!). Der Stahl scheint aber schon genügend Kohlenstoff zu beheimaten, dass man die Schneide auch ein wenig härten kann. So genau kann man das bei so einem Stahl ja nicht voraussagen - sonst kann er halt nur weiches Leder kappen... ;-)

Ich musste den Stahl übelst stauchen, bevor ich ihn e-lend-lich in die Breite ausrecken konnte - um 50mm zu umfassen, war schon jede Menge Fläche vonnöten! Naja, weil die Bilder etwas besser geworden sind, als von den Steak-Wendern, gibt's hier eine kleine Galerie - bitteschön:

 

 

Dann gab's da noch eine "Begegnung der dritten Art". Völlig irre - und ich bin mal gespannt, was sich daraus entwickelt.

Viel sagen kann ich dazu noch nicht, aber ein schlechtes Bildchen möchte ich Euch zumindest nicht vorenthalten - es war schon dunkel, aber eine noch höhere ISO hätte nur noch mehr versaut. Einige Kenner werden vielleicht schon Details erkennen und ahnen können, wo ich da den Hammer schwinge:

 

IMG 1962

 

An dem Wochenende wurde an beiden Tagen geschmiedet. Ich durfte den Vorschlaghammer führen und... "Wie hältst Du denn den Hammer? Willst Du mich umbringen? So geht das!" - und dann wurde mir gezeigt, wie ich den Hammer zu halten hatte: Die linke Hand kommt unter den rechten Arm. Aha. So "verbogen" sollte ich dann gleich wenige Zentimeter am Kopf des Meisters vorbei zuschlagen. Damit muss ich dann auch erst noch warm werden.

Dann durfte ich noch nach einer Einweisung an den Lufthammer. Ein altes Schätzchen von gut 80 Jahren, Bärgewicht irgendwo bei 40kg, für mich besonders angenehm langsam im Takt, hervorragend und intuitiv steuerbar, beruhigender Sound á la Lanz Glühkopf im Leerlauf: "Öff-Öff-Öff-Rumms-Rumms-Rumms-Öff-Öff-Öff". Herrlich! Ein zartes Klopfen ist mit dem Hammer genauso möglich, wie einen 30mm Rundstab mit zwei bis drei Schlägen bis auf wenige Millimeter herunter flach zu schlagen. Es ist beeindruckend, was so eine Maschine bewegt: Ein dosierter Schlag vom Lufthammer ersetzt locker 20 Schläge mit dem Handhammer.

In der Werkstatt des Meisters stehen noch drei weitere Hämmer, deren Bärgewichte höher sind und deren Takt wesentlich aggressiver ist - da muss man dann schon wissen, was man macht, da geht's stramm vorwärts!

 

Tja - und dann schiebe ich ja immer noch diese Youtube-Geschichte vor mir her...

Hossa.

So ein paar Bildchen knipsen schaffe ich ja noch so gerade. Aber das Aufnehmen eines Films ist da eine völlig andere Geschichte! Jedenfalls steigen durch meine ersten Erfahrungen etliche Youtuber in meiner Anerkennung.

Meine Güte, ist das aufwendig: Bildaufbau, Bedienung der Kamera, Ton, Schärfe, Licht, Farbe, Nachbearbeitung, Hochladen zu Youtube... 12 Minuten in FullHD brauchen gut 4GB - für mich unfassbar! Auf einer DVD liegt dann schon ein packender 2-Stunden Action-Krimi mit Surround-Sound. Aber es stimmt: Da ist auch die Auflösung niedriger. FullHD gibt's erst ab Blu-ray. Auch das will erst herausgefunden werden. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob meine Quatscherei FullHD-tauglich ist - doch in Zeiten von 4k...

Ich habe im Büro angefangen, erste Videos aufzunehmen. Da ist aber meine EDV im Hintergrund zu laut und stört. Auch, mich selbst zu sehen und zu hören ist extrem ungewohnt für mich. Der Ton aus der Kamera ist fürchterlich. Dazu habe ich mir ein kleines Mikrofon beschafft, ausprobiert habe ich es jedoch noch nicht. Dann kann meine alte EOS 60D nicht automatisch auf einen neuen Punkt im Vordergrund scharf schalten, das können erst Folgemodelle. Aber auch das will erst mal herausgefunden werden.

Das Klappdisplay ist zwar ganz niedlich, verleitet mich aber ständig dazu, dass ich mich mit dem Display unterhalte, statt gerade und offen ins Objektiv zu quatschen. Da muss ich noch üben, schließlich hätte ich zum Gespräch lieber ein echtes Gegenüber, denn eine stumme Kamera! Habe aber herausgefunden, dass die Software DSLR-Controller via OTG-USB super mit meinem Tablet und der Kamera funktioniert. Auch lässt sich das Bild spiegeln, sodass oben rechts jetzt auch oben rechts ist (sonst musste ich im Display der Kamera immer suchen, wohin ich zeigte, da spiegelbildlich dargestellt wurde... Mann, war das doof!). OK, nun schaue ich halt nicht mehr zur Seite ins herausgeklappte Display der Kamera, sondern nach unten zum Tablet am Kabel... aber das wird wohl noch.

 

Nun ist ja doch noch einiges zusammen gekommen, was so erzählt werden konnte. Ihr seht also, dass im Hintergrund an einigen Baustellen fleißig gebastelt und gewerkelt wird und dass es hier vorwärts geht - langsam und Schritt für Schritt, aber immerhin! Bleibt also mit mir gespannt, was da noch so kommt.

 

Ich wünsche Euch jedenfalls einen guten Start in das neue 2020 - wir lesen uns!

Ich war mal wieder shoppen, diesmal war das Objekt meiner Begierde ein neuer Hammerstiel.

Ziel: Baufachmarkt!

Achtet mal auf die Lage der Jahresringe:

 

Hammerstiel falsche Faser

 

Der rechte Stiel ist korrekt gearbeitet, der linke Stiel ist Murks und gehört in die Tonne.

Der linke Stiel wird irgendwann aufbrechen und jemandem die Pfoten einklemmen, vielleicht noch von einem Splitter begleitet.

Betrifft auch Besenstiele, Axtstiele, Schüppen- und Spatenstiele usw.

Das Wetter war herrlich, doch knapp die Zeit. Zu spät, um die Schmiede ernsthaft anzuschmeißen.

Schade. Aber noch lange kein Grund, kein Feuer zu machen. Also ab in die Werkstatt. Thema der Wahl: Schlüsselanhänger bauen!

Stahl sägen, erhitzen und tordieren, abkühlen und abbürsten, Loch bohren und von beiden Seiten senken.

Als Schmankerl habe ich versucht, Würfel entstehen zu lassen. Gut: Das geht sicher noch ein wenig hübscher - aber das wird schon noch.

Viel Spaß an den Bildern!

 

 

Demnächst auch bei Instagram und Pinterest zu finden.

Schlüsselanhänger gibt's bei Etsy und Palundu, wenn ich welche fertig habe, die ich auch in den Verkauf geben mag.

Wer noch eine Tasse sucht... bitte --> hier <-- entlang, da geht's zu Spreadshirt.

Habt noch eine gute Woche!

 

(Und ich schau' derweil mal, warum zusätzlich Bilder aus einem anderen Blogeintrag geladen werden... Mist!)

Jaaaa! Wow! Hammer! Es ist tatsächlich wahr: Die erste Bestellung eines meiner Schmiedestücke geht über Etsy raus!

Ein Trollkreuz. Genauer: das Stück "2019-08-08/5".

Vielen Dank auch von dieser Stelle an den Käufer!

Wahnsinn!

Echter Wahnsinn. Aber echt jetzt: Na, das war ja mal was...

Ich schlage mich ja nun seit einigen Stunden mit der Einrichtung meines Verkäufer-Kontos bei Palundu rum. Es werden eigene AGB verlangt, eine Widerrufsbelehrung soll man verfassen und man soll sich auch über Versandinformationen auslassen.

Pah! Anderswo geht das per Grundeinstellung... Klick, klick, fertig.

Ja, genau! Bei Etsy auch - und da hab' ich echt nicht aufgepasst! Klick, klick, fertig.

Es gibt da eine Voreinstellung für deutschlandweiten Versand für 6 Euro. Das ist klasse.

Man kann es ja sehen, wie man will. Vielleicht übertreibe ich auch ein wenig. Aber ich glaube, dass der Kunde, der eines meiner Stücke bekommt, auch einen gewissen Spaß beim Auspacken haben soll.

Also bekommt er einen neuen Karton, kein abgenutztes Dingsbums. Der Karton wird ordentlich gefaltet. In den Karton kommt Holzwolle. Dann kommt das Schmiededings mit Bändchen und Label hinein. Auf dem Label steht ein Datum und eine laufende Nummer. Dann kommt noch Holzwolle oben drauf. Es wird eine echte Rechnung mit Namen des Kunden gestellt, in der die Mehrwertsteuer ausgewiesen wird. Diese kommt erst in einen Briefumschlag, dann oben mit in die Kiste. Der Karton wird fest zugeklebt, dann kommt noch der Versandaufkleber darauf (Portal aufrufen, Adressen eintippen, Porto bezahlen, ausdrucken, ausschneiden, aufkleben). Wenn alles fertig ist, kann es in Richtung Versender gehen: Rein ins Auto, hin zum Versender der Wahl, abkippen, zurück zum Auto, zurück in die Bude, Zettelchen sortieren, Rechnung des Versenders ausdrucken und abheften, fertig für den Steuerberater.

Das alles also für 6 Euro, die Etsy vorschlägt. Und mehr wird wohl allgemein kaum akzeptiert. Etsy will aber vom gesamten Verkauf 10% ab haben. Das ist in Ordnung, nur betrifft das auch die Versandkosten.

Also muss ich von den 6 Euro brutto erst mal die 19 % Mehrwertsteuer abziehen (das macht 0,94 Euro) und ich muss von den 6 Euro 0,60 Euro an Etsy abdrücken. Da gehen schon mal 1,54 Euro flöten. Aus der Etsy-Rechnung erhalte ich von den 0,60 Euro 19% zurück, das sind 0,10 Euro. So reduziert sich der "Schaden" für den Aufwand auf 1,44 Euro. Aber vom Rest (also von 4,56 Euro) muss der ganze andere Rest erledigt werden. Das ist nicht einfach!

Aber mal kurz zurück zu meinem Fuaxpas, den Versandoptionen bei Etsy. Was Etsy gerne propagiert und massiv vermarkten will, sind versandkostenfreie Sendungen in die USA. OK, die Bude hat ja auch ihren Geburtsort dort, steuerlich relevant wird Dublin sein, wie es im Impressum angegeben wird.

Der Haken ist: Ich hab' echt nicht aufgepasst und Versandoptionen in andere Staaten offen gelassen.

Tja, und dann kam laut Murphy's Law der Eintritt dessen, was schief gehen konnte: "John" bestellte bei mir ein Trollkreuzchen. Aber John wohnt nicht in Deutschland, nein, John lebt in den USA!

Und John hat mein Trollkreuz so gut gefallen, dass er bestellte. 15,-- Euro für das Trollkreuz, versandkostenfrei.

Hossa.

Ein Blick auf die Seite von DHL verriet mir, dass der Versand meines Pakets 36,99 Euro kosten sollte. Da hätte ich fett drauf zahlen müssen! Es gibt da noch ein Päckchen, das für 15,89 den Kontinent wecheln würde - aber so richtig toll fand ich das jetzt auch noch nicht.

Ah: Da gibt's die Option, das Ding für 8,89 Euro auf Reisen zu schicken! Dann darf das Packerl aber nur 3cm hoch sein...

Habe also meinen Karton genommen und ihn binnen 30 Minuten so zugeschnitten, dass er a) noch gut aussieht und b) unter 3cm bleibt.

Ich habe dann ganz schnell meine Versandoptionen angepasst. Das hat John gesehen und wollte vom Kauf zurücktreten, weil ich ja nicht außerhalb von Deutschland versenden wollte.

Aber, Leute, das ist mein erster Verkauf bei Etsy gewesen. Da kann ich einen Rücktritt nicht akzeptieren, weil ich zu doof bin! Nein, das Ding wird ordentlich versendet - schließlich war das mein Fehler!

Naja, ich habe den Schaden ja einigermaßen abfedern können.

Was ich damit sagen will: Es ist verdammt nicht leicht, "mal eben" irgendwas irgendwohin zu verkaufen. Und wenn dann der Shop mit undurchsichtigen Einstellungen... und wenn man selber dann noch zu doof und unerfahren ist... ja, dann kann das schon mal ins Auge gehen!

Und hier kommt mir Palundu mit seiner recht aufwendigen Administration wieder sehr freundlich vor. Immerhin muss man sich für ein Verkäuferkonto echt auf den Hintern setzen und selbst überlegen, wo man wie und wann handeln will.

Im Zuge meiner Ermittlungen zu standesgemäßen Versandinformationen bin ich auch auf eine interessante Gegebenheit gestoßen: Das Versenden zu den deutschen Nord- und Ostseeinseln ist ja immer etwas teurer... das ist bekannt. Aber wusstet Ihr, dass Deutschland eine echte Exklave hat? Dass es also ein Stück Deutschland gibt, das gar nicht in Deutschland ist, sondern komplett von irgend einem anderen Staat (oder mehreren) umgeben ist?

Büsingen heißt der Ort. Er liegt mitten in der Schweiz (direkt neben Schaffhausen) und beheimatet gut 1.500 Deutsche. Auch dorthin ist der Versand etwas teurer.

Nadenn. So lernt man Neues.

Uuuuaaaah - ist das aufregend!

Echt jetzt!

Technisch gesehen geht es ja nur darum, einen Schieberegler von offline nach online zu schubsen und die Einstellung zu speichern. Zwei Klicks, dann ist die Seite online.

Was dann aber tatsächlich passiert, ist etwas völlig anderes. Ab dem Moment kann jeder auf diese Webseite zugreifen, meine Texte lesen, meine Bilder mopsen, sich von meinen Spinnereien mitreißen lassen oder mich für völlig verblödet erklären.

Es hat nun Monate(!) gedauert, bis ich an diesem Punkt hier angekommen bin. Schon die Entscheidung ob ich überhaupt eine Webseite veröffentlichen will, hat gebraucht. Danach ging es darum zu entscheiden, was gezeigt werden soll, wie es gezeigt werden soll, dann brauchte es Bilder und Inhalte. Vieles habe ich ausprobiert und wieder verworfen. Das Schwerste war es, einen Anfang zu finden, ab dem sich die Webseite quasi von selbst weiter entwickeln kann. Selbst jetzt bin ich noch dabei und passe Texte auch nach dem 20. mal Durchlesen hier und dort noch etwas an - und irgendwie dreht da ständig dieser abgemagerte Geier über mir seine Runden, der mir einflüstert, dass hier und dort noch etwas mehr und besser gemacht werden muss. Wer von Euch schon selber mal eine Webseite gemacht und veröffentlicht hat, weiß vielleicht, wovon ich schreibe.

Es war also schon mal ein ordentlicher Schluck Arbeit, Zeit und Nerven (vom Bier mal ganz abgesehen...) bis hier hin und ich zögere immer noch leicht, den Schalter umzulegen.

Das sind wohl meine weiblichen Hormone, die mir gerade am Rückenmark rumzupfen... aber ich bin echt gespannt, was passiert!

Mit dieser Webseite bin ich aber noch lange nicht fertig. Es sind noch etliche Dinge, die ich schmieden und zeigen will, auch gibt es noch mehr als ausreichend Material, worüber ich tagelang in meine Tastatur philosophieren kann. Den Zustand "Fertig - jetzt mach' ich nichts mehr, so soll sie bleiben!" wird die Seite also eigentlich nicht erreichen können.

In der Folge werde ich einige meiner Stücke in den Shops anbieten, die ich unten aufgelistet habe. Die Erlöse daraus werden in neuen Stahl und Werkzeuge umgesetzt. Über die Preise bin ich mir noch nicht so richtig einig, da muss ich mir noch mal Gedanken machen.

Dann möchte ich gerne ein paar Bilder in bekannten Portalen präsentieren. Im Hintergrund werkele ich an einem Logo, dass dann auch auf T-Shirts darf.

Das hier ist nur ein Anfang.

Solltest Du also gleich über meine Webseite stolpern und Dich bis hierhin verlaufen haben, dann habe ich die Seite tatsächlich online gestellt. Wahrscheinlich werde ich mich dann erst mal in den Schuppen verzapft haben, da ich "unbedingt" noch einen Hammer neu einstielen muss. Aber ich habe da ja so ein suuuper Zugmesser...

Also: Fühle Dich hier herzlich willkommen, bleibe eine Weile und schaue Dich gerne um!

 

Ich leg' derweil mal den Schalter um: Vorhang auf! ;-)

Heute war's mal wieder so weit: Feldschmiede und Amboss unter das Carport gezerrt und losgehämmert!

Dabei heraus kamen ein Haufen Schlüsselhaken aus Hufnägeln, ein Kreuzchen, ein Trollkreuzchen, zwei Steak-Wender, ein Wandhaken uuuund: ein Zugmesser!

Anschrift:

 

(Bitte keine Besuche ohne Absprache!)

Kleinschmiede
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T: +49 2574 93 96 34-0
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