Jeder Schmied kennt diese Kreuzchen, jeder hat mal eines oder mehrere gemacht.

Wer das tatsächlich erfunden hat, weiß offenbar niemand - jedenfalls keiner der Schmiede, mit denen ich gesprochen habe. Aber alle kennen es.

Wenn man ehrlich ist, ist es mehr eine Säge- und Biegearbeit, denn eine reine Schmiedearbeit, da elendlich tief und trotzdem gerade ins Material gesägt werden muss.

Die Arbeit am Amboss ist eigentlich nur, das Ding passend aufzubiegen und es irgendwie und einigermaßen gerade zu bekommen. Dann wird noch Struktur in die Oberfläche gebracht.

Die Kreuzchen in mittlerer Größe fertige ich aus Vierkantstahl 12x12mm. Das Zusägen mit der Hand dauert alleine gut 45 Minuten. Verkantet die Säge (verkantet der Sägende), ist das Teil für den Schrott bestimmt. Unter Umständen kann man aus einem Rest noch einen Schlüsselanhänger machen, das war's dann aber auch.

Der 12x12-Stahl ist auch super geeignet, da die geforderten Proportionen es zulassen, dass man am Schraubstock und mit einer handelsüblichen Bügelsäge arbeitet, ohne das Sägeblatt quer stellen zu müssen (wodurch jeglicher Versuch, gerade durch das Material zu sägen obsolet wird...).

Es ist aber jedes Mal wieder ein eigenes Fest für sich, wenn der rotglühende Stahl aufgebogen wird und der Schmied zuschauen kann, wie sich das Kreuzchen entfaltet.

Grundsätzliche Herstellung:

  • Material S235JR (früher: ST-37)
  • Ablängen und entgraten
  • Einschnitte sägen
  • Kreuzchen aufbiegen
  • grob richten
  • Kanten brechen
  • Struktur aufbringen (um Sägemale verschwinden zu lassen)
  • Leinöl aufbringen
  • ggfls. Bohren und Senken

 

 

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